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60-Jähriger mit Giftspritze hingerichtet: Als Henkersmahlzeit ließ er sich mehrere Kalorienbomben bringen

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Von: Julia Volkenand

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Ein Burger neben Todeskandidat John Martion Grant
John Marion Grants Henkersmahlzeit war eine echte Kalorienbombe. © dpa/Armin Weigel und AFP Photo/Oklahoma Department of Corrections

Der verurteilte Mörder John Marion Grant bestellte sich kurz vor seiner Hinrichtung noch eine richtige Kalorienbombe.

Oklahoma - Er ist der erste Gefangene, der seit sechs Jahren im US-Bundesstaat Oklahoma hingerichtet wurde. John Marion Grant wurde 1999 wegen Mordes an einer Mitarbeiterin einer Gefängnis-Kantine verurteilt. Am Donnerstag (28. Oktober) wurde der heute 60-Jährige nun mit einer Giftspritze im Gefängnis in McAlester getötet, wie die Zeitung „The Oklahoman“ berichtet.

Vor der Hinrichtung wird es Insassen in der Todeszelle noch gesetzlich genehmigt, eine letzte Mahlzeit zu bestellen, so auch Grant. Einzige Einschränkung: Das Mahl darf nicht teurer als 25 Dollar sein. Er wünschte sich zwei Bacon-Cheeseburger mit Gurken, Zwiebeln, Tomaten und Senf, zwei Liter Eiscreme, eine Packung Barbeque-Chips, eine XXL-Packung Erdnussbutter-Kekse und zwei Liter Limonade, berichtet oe24.at.

Nach sechs Jahren: Erster Gefangener hingerichtet

Der Supreme Court ließ die von einem anderen Gericht verfügte Aussetzung der Vollstreckung kurz vor der Hinrichtung aufheben.

In Oklahoma waren Hinrichtungen nach Pannen mit Giftspritzen 2015 ausgesetzt worden. Die Behörden erklärten aber Anfang 2020, wieder Hinrichtungen mit der Giftspritze vollstrecken zu wollen, weil eine „zuverlässige Versorgung“ mit Medikamenten möglich sei. Grant war der erste Kandidat, der seitdem hingerichtet wurde. Nach Angaben des Death Penalty Information Center stehen am 18. November und am 9. Dezember die nächsten beiden Hinrichtungen in Oklahoma an.

Todesstrafe in USA umstritten: Arizona tötet künftig mit Nazi-Gas

Die Todesstrafe spaltet in den USA auch weiterhin die Geister. Die Wiederaufnahme der Hinrichtungen in Oklahoma ist dabei ebenso wenig eine Ausnahme, wie die Ankündigung des Bundesstaats Arizona. Dort sollen Todeskandidaten künftig mitunter durch ein Giftgas getötet werden, berichtet merkur.de*. Es handelt sich dabei um haargenau das gleiche Gas, das die Nationalsozialisten in Auschwitz benutzten. jv mit dpa *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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