Eva Herman: Loveparade war "Sodom und Gomorrha"

Dusiburg - Ex-Tagesschau-Sprecherin Eva Herman (51) sorgt wieder einmal für Empörung. Dieses Mal beschimpft sie in einem verquer-religiösen Beitrag die Toten der Loveparade. Das sind Hermans umstrittene Aussagen:

Die Loveparade in Duisburg mit 19 Toten und über 300 Verletzten sei "zu einem Sodom und Gomorrha mit katastrophalen Folgen" geworden, schreibt Herman auf der Internetseite des auf Verschwörungstheorien spezialisierten "Kopp"-Verlags.

In ihrem Kommentar meint Herman zudem: "Wer sich die Bilder der Loveparades aus den zurückliegenden Jahren ansieht, glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden."

Lesen Sie dazu:

Eva Herman legt nach

Hinweise auf massive Sicherheitslücken in Duisburg

Die Diskussionen um massive Sicherheitslücken in Duisburg interessieren Herman kein Stück. Mehrfach scheint es so, als ob die wegen ihrer Aussagen zur Nazi-Zeit vielfach kritisierte Journalistin allein den Ravern die Schuld an der Katastrophe zuschreibt. "Wer sich betrunken und mit Drogen vollgedröhnt die Kleider vom Leib reisst, wer die letzten Anstandsnormen feiernd und tanzend einstürzen lässt, und wer dafür auch noch von den Trägern der Gesellschaft unterstützt wird, der ist nicht weit vom Abgrund entfernt."

An der vermeintlichen Verkommenheit der Jugendlichen sollen übrigens wieder einmal "die Achtundsechziger" Schuld sein.

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Die Trauer manifestiert sich auf vielerlei Art: Am Unglückort, dem etwa 100 Meter langen Tunnel, hat jemand ein Kreuz und einen Grabstein aus Eis aufgestellt. © dpa
Um das Kunstwerk herum wächst ein Meer aus Kerzen und Blumen. © dpa
Noch in der Nacht nach der Massenpanik kamen die ersten Trauernden, um Kerzen aufzustellen. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Auch die Wut und der Zorn der Trauernden findet Platz auf Plakaten zwischen Blumen und Kerzen. © dpa
Für viele ist der Tunnel Ort für persönliche Trauer und kurzes Innehalten. © dpa
Auf einem Plakat können Trauernde unterschreiben und kurze Botschaften hinterlassen. © dpa
Ein Mädchen nutzt diese Möglichkeit. © dpa
Die Trauernden suchen Halt untereinander. © dpa
Manche verweilen im Gebet. © dpa
Andere lassen ihren Tränen freien lauf. © dpa
Auch im Regen harren sie noch vor den Blumen und Kerzen aus. © dpa
Die Stadt Duisburg hat ein Kondolenzbuch zur Verfügung gestellt. © dpa
Loveparade
Warum? © dpa
Loveparade
Das ist die meistgestellte Frage auf den handgeschriebenen Zetteln. © dpa
Loveparade
Vor dem Tunnel, der zur Todesfalle wurde: Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Ein junger Mann nimmt Plakate ab, die für Veranstaltungen der Loveparade werben. © dpa
Loveparade
Anwohner haben am Sonntagmorgen vor der Einfahrt zum Gelände der Loveparade Kerzen in die Fenster gestellt. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa

Zudem greift Herman Bundespräsident Christian Wulff (CDU) an, der die Loveparade als "friedliches Fest fröhlicher, junger Menschen" bezeichnet hatte. Herman: "Man fragt sich, welche Veranstaltung der Mann wirklich meint? Den Musikantenstadl vielleicht?"

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
Loveparade
Viele Besucher der Loveparade können noch gar nicht fassen, was gerade passiert ist. © ap
Loveparade
In diesem Tunnel... © ap
Loveparade
...trafen die Besucher, die das Gelände verließen, auf die,... © dpa
Loveparade
...die gerade angekommen waren, um mitzufeiern.  © dpa
Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
Loveparade
Teilnehmer der Loveparade kümmern sich um einen kollabierten Mann. © ap
Loveparade
Eine verletzte Frau wird auf einer Bahre abtransportiert. © dpa
Loveparade
Ein Krankenwagen vor einem Sanitätszelt am Rande des Festgeländes. © dpa
Loveparade
Am Rand des Geländes stehen Krankenwagen und Sanitätszelte. © dpa
Loveparade
Rettungshubschrauber landeten auf der Autobahnbrücke. © dpa
Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
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Teilnehmer der Loveparade kümmern sich um Verletzte. © ap
Loveparade
Menschen stehen unter Schock, brechen weinend zusammen. © ap
Loveparade
Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
Loveparade
Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
Loveparade
Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
Loveparade
Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
Loveparade
Teilnehmer der Loveparade versuchen, das abgesperrte Festival-Gelände zu verlassen. © ap
Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © dpa
Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © ap
Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © dpa
Loveparade
Hilfskräfte versorgen die zahlreichen Verletzten. © dpa
Loveparade
Die Toten wurden mit Laken abgedeckt. © dpa

Gegen Ende des Beitrags dann der Gipfel: Herman sinniert darüber, ob die Toten der Loveparade eine Strafe Gottes seien. "Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen! Grauenhaft allerdings, dass es erst zu einem solchen Unglück kommen musste."

Übrigens:

Bevor Eva Herman das nächste Mal wieder etwas von biblischen Zuständen faselt, sollte sie sich vielleicht mal mit einem Fachmann für dieses Thema unterhalten. Als qualifizierter Experte bietet sich Papst Benedikt XVI. an. Der 83-Jährige hat - im Gegensatz zur Skandal-Expertin - die schlimmen Geschehnisse in Duisburg als "Tragödie" bezeichnet.  Mit “großem Schmerz“ gedachte der Papst am Sonntag der getöteten Raver. „Unserem barmherzigen himmlischen Vater vertraue ich heute besonders die jungen Menschen an, die gestern in Duisburg auf tragische Weise ums Leben gekommen sind", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche beim Angelus-Gebet in Castel Gandolfo. "Ihren trauernden Angehörigen und Freunden sowie den vielen Verletzten erbitte ich den Trost und Beistand des Heiligen Geistes. Der Herr segne euch alle."

fro

Rubriklistenbild: © dpa

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