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„Dann pinkel ich Dir auf den Kopf“: Krankes Hermes-Opfer fährt auf Zettel schwere Geschütze auf

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Von: Armin T. Linder

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Ein gewisser Ärger ist verständlich - aber wie ein Hermes-Opfer seine Wut auf einem Zettel formulierte, sorgt dann doch auch vor Verwunderung.

Berlin - Da ist jemand stinkig! Richtig stinkig! Ein Zettel an einen Hermes-Boten sorgt für große Verwunderung im Netz. Das Foto davon ist bei der Instagram-Seite „Notes Of Berlin“ gelandet und soll in der Görlitzer Straße in Berlin-Kreuzberg aufgenommen worden sein. Wer die Nachricht verfasst hat, bleibt im Dunkeln, und nicht mal das Geschlecht ist klar. Wir gehen in diesem Artikel der Einfachheit halber einfach von einem männlichen Hermes-Kunden aus.

Hermes: Klingel in Berlin wohl überstrapaziert

„Hallo Hermesbote/Hermesbotin!“, beginnt die Notiz. „Seit Montag liege ich krank im Bett und brauche 2 Dinge: Ruhe + Schlaf, beides ist mir durch Dich verwehrt und zwar jeden Tag.“ Offensichtlich wird er bei seinem Genesungsschlaf immer wieder vom Paketdienst geweckt. Deswegen sein dreiteiliger Vorschlag, wo der Bote zuerst läuten soll. Mit dem Hinweis als Punkt 4: „Grundsätzlich gilt: 1 Mal klingeln reicht, man hört Dich!“

Bis dahin alles noch so weit nachvollziehbar. Doch in seinem fünften Punkt schlägt der Ärger des erkrankten Hermes-Opfers in Wut über, und er fährt schwere Geschütze auf mit seiner Drohung: „Wenn Du morgen noch mal bei mir Sturm klingelst - pinkel ich Dir auf den Kopf so oft, wie Du geklingelt hast!“

Zettel an Hermes erntet nicht nur Verständnis

Bisschen viel, das Ganze, oder? „Schon mal darüber nachgedacht, die Klingel abzustellen, wenn man krank ist und schlafen möchte? Aber offenbar reicht die Energie noch, um solche Romane zu formulieren“, schreibt einer prompt bei Instagram - und den „Klingel aus“-Ansatz bringen viele ins Spiel. Eine andere Nutzerin merkt an: „Kann doch kein Mensch lesen, diese Schrift. Schon gar nicht ein Paketbote, der in Eile ist.“

Zwar äußern manche auch Verständnis, indem sie andere unerfreuliche Paketboten-Erlebnisse berichten. Aber nur Sympathien hat der kranke Kunde nicht gesammelt. Ein bisschen Spott gibt es gratis dazu: „Fantastisch, ick denke det is der Anfang einer janz wunderbaren Freundschaft!“ Ein Zettel zu einer DPD-Lieferung bezeugte kürzlich einen echten Nachbarschaftseklat. (lin)

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