So lief die dramatische Fang-Aktion

Gift-Kobra in Herne geschnappt: Dramatisches Video zeigt die Aktion - Finder spricht von „Schock“

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Da ist die Schlange! Experte Roland Byner fängt sie ein.

In Herne (NRW) ist eine giftige Kobra entwischt. Die Polizei ließ daraufhin Häuser evakuieren. Die entwischte Schlange ist nun geschnappt worden. Ein Video zeigt den Moment.

  • Eine extrem giftige Kobra war aus einer Wohnung in Herne (NRW) ausgebüxt.
  • Anwohner mussten ihre Häuser am Sonntag (25. August 2019) verlassen.
  • Der Halter ist sich weiter keiner Schuld bewusst - in seiner Wohnung wurden weitere Exemplare gefunden.
  • Eine Woche nach ihrem Verschwinden wurde die Schlange am Freitag entdeckt und eingefangen.

Update vom 31. August 2019, 9.57 Uhr: Erleichterung in Herne! Die Gift-Kobra wurde geschnappt - und Experten haben alles gegeben, um sie einzufangen. Die Stadt Herne hat nun auf ihrer Facebook-Seite ein spektakuläres Video veröffentlicht. Es zeigt den Moment, in dem die Schlange eingefangen und in einen Behälter gerbracht wird.

„Vielen Dank an alle Einsatzkräfte und an die Anwohner für ihre Geduld!“, schreibt die Stadt Herne dazu.

Der Held, der die Kobra eingefangen hat, ist der Bochumer Schlangenexperte Roland Byner (55). Er nahm sich eine Schlinge zur Hilfe und hat die Schlange in einer Plastikkiste mit roten Totenkopf-Aufklebern an der Seite aus dem Haus getragen. Erleichterung bei allen: Einsatzkräften, Bewohnern, Nachbarn und Journalisten.

Nachbarn klatschten Beifall, als die Giftschlange von Herne am Freitagabend in einem Feuerwehrauto davongefahren wurde. 

„Endlich ist sie weg und wir können wieder rein“, sagt Collin Bleck. Der junge Mann hatte am vergangenen Sonntag das bislang einzige Foto der Schlange im Hausflur gemacht, nachdem seine Freundin Lisa-Marie Schapeit das hochgefährliche Tier zuvor im Treppenhaus gesehen hatte.

Und so wurde das Tier vor der Einfang-Aktion überhaupt entdeckt: Laut dpa schlägt ein Nachbar dem Herner Oberbürgermeister Frank Dudda bei einem Ortstermin vor, aus Sicherheitsgründen den hohen Grasbewuchs hinter dem Gebäude abzumähen. Weil direkt hinter dem Haus die Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel liegt, kommen kurz darauf erst der Bürgermeister von Castrop-Rauxel und dann der Stadtbetrieb Castrop-Rauxel mit einem großen Mähroboter. Der macht so viel Lärm, dass die Schlange aufgeschreckt wird. Sie hatte sich in einer Kelleröffnung an der Außenwand versteckt.

Wenige Meter entfernt steht Andreas Wilczek vom Stadtbetrieb. Er sieht etwas in der Öffnung. „Sie hat sich bewegt und versucht, sich zu verstecken“, erzählt der 52-jährige Müllwagenfahrer. Er habe ein „gelb-goldfarbiges Tier“ gesehen. „Ich habe schon oft Schlangen gesehen, aber das war ein Schock für mich“, berichtet er. Er verständigt seinen Gruppenleiter Benjamin Grejner. Der schlägt sofort Alarm. Wenig später ist der Bereich weiträumig abgesperrt und der Schlangenexperte verständigt. Keine anderthalb Stunden nach der erneuten Sichtung kann Byner das Tier lebend fangen. Es hatte sich zuletzt noch unter einer Terrassen-Betonplatte versteckt. Er habe die Schlange schließlich mit einer Schlinge fangen können, sagt Byner.

„Wir sind sehr erleichtert, dass die Situation jetzt zu Ende ist“, sagt Chudziak. „Die Schlange ist in der Box. Die Risikolage ist entschärft.“ Ursprünglich hatte die Stadt auch eine aufwendige Begasung des gesamten Gebäudekomplexes erwogen und sogar schon eine Spezialfirma zurate gezogen. Diese Idee war erst am Freitag zurückgestellt worden.

Herne: Giftige Kobra endlich geschnappt

Update vom 30. August 2019, 17.16 Uhr: Aufatmen in Herne. Wie n-tv.de nun berichtet wurde die vor knapp einer Woche entwischte Kobra nun gefunden. An einem Kellereingang wurde die Schlange nach Informationen von n-tv-Reporter Ulrich Klose nun lebend entdeckt. Mitarbeiter der Stadtreinigungen wollten demnach gerade den Rasen an einem Gebäude mähen, als sich die Monokelkobra vor ihnen aufbaute. Einsatzkräfte befinden sich vor Ort, Verletzte gab es keine.

Die hochgiftige Kobra wurde von einem Schlangenexperten eingefangen.

Kobra weiter verschwunden: Mieter seit Tagen evakuiert - „Wir gehen davon aus, dass...“

Update vom 30. August 2019, 15.40 Uhr: Am Sonntag mussten die Anwohner der Häuser ihre Wohnung verlassen und durften seither nur hinein, um sich frische Kleidung zu holen. Nun wurde bekannt gegeben, dass die Stadt Herne es den evakuierten Bewohnern ermöglichen wolle, wieder in ihre Wohnungen zurückzukehren. Nach der Durchsuchung der Experten der Feuerwehr Düsseldorf sei man sich nun „absolut sicher“, dass sich die Schlange nicht mehr im Hausflur und in den Wohnungen befinde. Das teilte der Ordnungsdezernent Johannes Chudziak am Freitag in Herne mit. 

Demnach werde der Dachboden und der Keller amtlich versiegelt. Zweimal am Tag wolle man die Siegel kontrollieren. „Wir gehen davon aus, dass wir die Schlange durch unsere Maßnahmen im Gebäude isoliert haben und sie aufgrund von Wasser- und Futtermangel verenden wird“, so Chudziak weiter. 

Die in Erwägung gezogene Möglichkeit, das Haus in Folie zu verpacken und 24 Stunden lang mit Gas vollzupumpen, um die Schlange sicher zu töten, werde zurückgestellt.

Kobra weiter verschwunden: Mieter seit Tagen evakuiert - Wohnhaus abgedichtet

Update vom 30. August 2019, 13.10 Uhr: Spezialisten der Feuerwehr haben auf der Suche nach einer hochgiftigen Kobra in einem Mehrfamilienhaus in Herne alle Räume durchsucht und abgedichtet. Man wisse weiterhin nicht wo die Schlange sei, sagte ein Stadtsprecher am Freitag. Es seien keine Spuren entdeckt worden. Das Abdichten der Räume mit Folie und Bauschaum soll verhindern, dass die Giftschlange in diese Räume gelangen oder sie aus einem möglichen Versteck entkommen kann.

Reptilienexperten der Feuerwehr Düsseldorf hatten am Mittwoch mit der Durchsuchung des Gebäudes begonnen. Der Einsatz dieser Spezialisten ist der Stadt Herne zufolge vorerst beendet. „Sie haben die Räume, zu denen die Schlange theoretisch Zugang gehabt haben könnte, durchsucht und abgedichtet“, erläuterte der Stadtsprecher. Am Nachmittag soll über das weitere Vorgehen informiert werden.

Die Stadt halte es weiterhin für wahrscheinlich, dass sich die Schlange in dem Gebäudekomplex aufhält. Bei einer erfolglosen Suche gibt es nach früheren Angaben der Stadt auch die Option, Gas in das Haus einzuleiten und die Schlange damit sicher zu töten. Dabei würde das Haus in Folie verpackt und 24 Stunden lang mit Gas vollgepumpt.

Kobra weiter verschwunden: Mieter seit Tagen evakuiert - nun dürfen sie wenigstens Kleidung holen

Update vom 29. August 2019, 9.46 Uhr: Die giftige Kobra hält die Bewohner der Stadt Herne weiter im Alarmzustand. Vier Wohnhäuser mussten evakuiert werden. Die Häuser sind alle im Keller miteinander verbunden, teilt die Stadt Herne in einer Pressemitteilung mit. Die Bewohner müssen weiter Geduld haben, die Häuser bleiben weiterhin gesperrt. Am Mittwoch durften die Anwohner unter Aufsicht Kleidung oder andere wichtige Gegenstände aus ihren Wohnungen herausholen.

Giftige Kobra gesucht: Wer zahlt die Suchaktion?

Was die ganze Suchaktion nach der Giftschlange kostet, sei noch unklar. Momentan steht das Finden der Kobra im Fokus der Stadt, eine Aufstellung der Kosten, werde erst nach Abschluss der Maßnahmen durchgeführt. „Wenn wir die Schlange haben, werden wir alles versuchen, die Schlange zuzuordnen. Wir werden natürlich gerne den Halter der Schlange in Haftung nehmen“, sagte Ordnungsdezernent Johannes Chudziak.

Ihm zufolge behauptet ein Mieter, der in seiner Wohnung 20 Giftschlangen gehalten hat, weiterhin, dass die gesichtete Schlange nicht aus seinem Bestand sei.

Ein lebensrettendes Gegengift steht für den Notfall bereit. Die Feuerwehr Herne habe sich darum gekümmert, dass ein Antiserum in kürzester Zeit vor Ort sein könnte, falls es gebraucht würde. Aktuell wird es in der Universitätsklinik in Düsseldorf gelagert.

Werden die Mietshäuser in Herne bald in Folie verpackt? Das Experten-Team hat einen irrwitzigen Plan.

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Giftige Kobra gesucht: Mieter seit Tagen evakuiert - jetzt schmieden Experten einen irren Plan

Update vom 28. August 2019, 18.43 Uhr: Das Experten-Team ist da und hat offenbar einen irrwitzigen Plan. Sie wollen das Haus versiegeln und die Kobra buchstäblich ausräuchern. 

So berichtete Ordnungsdezernent Johannes Chudziak der Deutschen Presse-Agentur, die Häuser sollten in Folie verpackt und dann 24 Stunden lang begast werden. „Danach ist die Schlange auf jeden Fall verstorben“, so wohl die Garantie der Spezial-Firma. 

Ein Hoffnungsschimmer für die Mieter, die seit Tagen nicht in ihre Wohnungen dürfen? Nicht wirklich, denn die Vorbereitungen für die Gas-Aktion sollen 14 Tage in Anspruch nehmen. 

Giftige Kobra entwischt - Mieter dürfen seit Tagen nicht mehr in ihre Wohnungen

Update vom 28. August 2019, 13.26 Uhr: Bei der Suche nach der vermissten Kobra reist die Feuerwehr Düsseldorf mit einem Experten-Team an, teilt die Stadt Herne mit. Die Herner Feuerwehr hatte demnach zuvor die Düsseldorfer Kollegen um Rat gebeten. 

Maßnahmen und das weitere Vorgehen soll dann gemeinsam geplant werden. Zusätzlich erwartet die Stadt Herne eine Spezial-Firma, die Erfahrung mit vermissten Reptilien hat.

Giftige Kobra entwischt - Vier Wohnhäuser bleiben weiter evakuiert

Update vom 28. August 2019: Wo lauert die Gift-Korba? Seit Tagen suchen Einsatzkräfte nach der verschwundenen Schlange. Wahrscheinlich befindet sich das Reptil noch im Haus. 

„Unsere Hoffnung, dass sich unter den gestern sichergestellten Tieren die am Sonntag gesichtete Schlange befindet, hat sich zerschlagen“, sagte Ordnungsdezernent Johannes Chudziak am Dienstag in Herne gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Eine Fachfirma soll der Stadt jetzt helfen, die Schlange zu finden.

Die verschwundene Kobra hat nun eine Debatte über strengere Auflagen für Halter von gefährlichen Tieren in Nordrhein-Westfalen (NRW) ausgelöst. 

Kobra-Alarm: Halter: „Ich brauche was Gefährliches“

Update vom 27. August 2019: Die entwischte Kobra wurde immer noch nicht gefunden. Für die Anwohner besteht weiterhin Gefahr. Der Halter der giftigen Schlange äußerte sich nun erstmals. Er bestritt sein gefährliches Hobby nicht und erklärte, dass er die Reptilien züchten und verkaufen würde. Sagte aber gegenüber der Bild, dass die Behörden versuchen würden, ihm die Kosten für den Groß-Einsatz unterzujubeln. „Andere halten Hunde, ich brauche was Gefährliches“, rechtfertigte er sich.

Giftige Kobra entwischt: Polizei warnt Bevölkerung - Halter rechtfertigt sich

Nach Angaben der Feuerwehr Herne bestreitet der Mieter, dass die Schlange, die im Haus gesehen worden ist, aus seinem Besitz stamme.

Auf Facebook zitiert die Feuerwehr eine Pressemitteilung der Stadt, demnach wurde dem Mieter bis auf Weiteres die Haltung von Schlangen untersagt. Seine 20 Schlangen sichergestellt.

Im Keller des Hauses wurde eine Schlangenhaut gefunden, berichtet die Feuerwehr Herne. Diese soll nun mit den Fotos der giftigen Kobra und der sichergestellten Exemplare abgeglichen werden.

Eine Hausbewohnerin hat mit ihrem Handy die Kobra in Herne fotografiert.

 Herne/NRW: Kobra-Alarm: Hochgiftige Schlange entwischt - Suche ohne Erfolg

Update vom 26. August, 14.02 Uhr:

Auch die erneute Suchaktion im Haus bleibt ohne Erfolg: Wie die Deutsche Presse Agentur berichtet, ist die Giftschlange noch nicht wieder aufgetaucht. Experten betraten das Haus, um im Treppenhaus nach der Kobra zu suchen. Weder die Klebestreifen, noch das Mehl haben zu einem Sucherfolg beitragen können.

Video: Auch ohne Biss gefährlich - Kobra wehrt sich mit riesigem Giftstrahl

Kobra in Herne entwischt: Mit Mehl und Klebeband jagt die Feuerwehr die Giftschlange

Update vom 26. August, 13.11 Uhr: Die Suchaktion nach der entwischten Kobra geht weiter. Nun wollen Mitarbeiter des Ordnungsamts sowie Schlangenexperten laut Angaben der Deutschen Presse Agentur in das Haus des Besitzers gehen, um zu überprüfen, ob die Schlange an einem der ausgelegten Klebebänder hängengeblieben ist. 

Mittlerweile sind auch mehr Details zur Schlange bekanntgeworden: Es soll sich um eine Monokelkobra handeln, die zwischen 140 und 160 Zentimeter lang ist.

Update vom 26. August, 12.49 Uhr: Das Ausbüxen der Kobra kann für den Besitzer sehr teuer werden. Wie ein Rechtsanwalt berichtet, wird der Halter für sämtliche Kosten selber aufkommen müssen. Dazu zählen die Suchaktion sowie die Räumungskosten der Nachbarhäuser und die Bezahlung von Ausweichunterkünften. 

Kobra-Alarm in Herne: Schlangenexperten suchen im Mehl nach Spuren der giftigen Kobra.

Des Weiteren könne der Besitzer mit einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung konfrontiert werden, sollte es zu einem Zwischenfall kommen und Personen verletzt werden. Dies könnte zu einer Geld- oder einer Haftstrafe von bis zu 3 Jahren führen.

Herne/NRW: Schlangen-Alarm: Giftige Kobra entwischt - Häuser evakuiert 

Erstmeldung vom 26. August, 11.59 Uhr: Herne - In der nordrhein-westfälischen Stadt Herne ist am Sonntagabend eine Kobra entwischt. Die giftige Schlange sei aus ihrem Terrarium entkommen und wurde als nächstes im Hausflur gesehen.

Nach Angaben der Polizei gegenüber Bild.de sei nicht auszuschließen, dass sich die Schlange mittlerweile außerhalb des Gebäudes befindet.

Herne/NRW: Gebäude im direkten Umfeld wurden evakuiert 

Um die Schlange schnellstmöglich wiederzufinden, wurde in den betroffenen Zimmer Mehl ausgestreut, damit die Schlange Spuren hinterlässt und wieder eingefangen werden kann. Zusätzlich wurden Klebebänder ausgelegt, damit die Schlange, falls sie sich noch im Haus befindet, daran hängen bleibt.

Anwohner im 500-Meter Umkreis wurden dazu aufgerufen, Türen und Fenster zu schließen und auch Klimaanlagen auszustellen. Gebäude im direkten Umfeld wurden evakuiert.

Herne/NRW: Kobra-Bisse enden oft tödlich

Der Biss einer Kobra endet für den Betroffenen häufig tödlich. Denn durch das Gift der Schlange kann es zu Lähmungen kommen, was zu Atemstillstand führen kann. Einige Arten sind darüber hinaus in der Lage das Gift sehr präzise in das Auge einer Person zu spritzen. Dabei kann es zu starkem Brennen und Schmerzen kommen, im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung.

Die Kobra darf unter keinen Umständen angefasst werden. Wer die Schlange gesehen hat, soll sofort die Polizei informieren.

Auch in den USA kam es zu einem Zwischenfall mit einer Schlange. Dabei wurde die Schlange erst über das Foto eines Mädchens am ersten Schultag entdeckt.

ash/ml

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