Sie trank bis zu zehn Liter am Tag

Herzinfarkt: Cola-Sucht bringt Frau (30) um

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Natasha Harris (30) wurde ihre Cola-Abhängigkeit zum tödlichen Verhängnis

Invercargill - Sie trank täglich bis zu zehn Liter Coca Cola. Das zerstörte laut Befund den Körper einer 30-Jährigen und war Mitschuld an ihrem tödlichen Herzinfarkt.

Ihre Abhängigkeit von Coca Cola  war der entscheidende Faktor im Todesfall von Natasha Harris im Jahr 2010. Zu diesem Ergebnis kam der Leichenbeschauer David Crerar in seinem Abschlussbericht, der gestern veröffentlicht wurde. Die Frau hätte nicht "zu dem Zeitpunkt und auf die Art" sterben müssen, hätte sie nicht so hohe Mengen Coke zu sich genommen, befand er - und forderte Warnhinweise auf Cola-Flaschen.

Bis zu zehn Liter des Getränks trank die 30-jährige Mutter von acht Kindern aus dem Süden Neuseelands täglich. Das entspricht 970 Milligramm Koffein und damit mehr als das Doppelte der empfohlenen Höchstgrenze dieser anregend wirkenden Substanz, errechnete Crerar laut Television New Zealand. Vor allem aber ist in zehn Litern Cola knapp ein Kilogramm Zucker enthalten - mehr als das Elffache dessen, was Ärzte als gesund erachten, so stuff.co.nz. Der exzessive Konsum der Brause hatte schlimme Folgen für Harris' Körper: Ihr Stoffwechsel kam aus dem Gleichgewicht, sie entwickelte eine Herzrhythmusstörung. Ihre Leber vergrößerte sich aufgrund der Fettablagerungen, die die extreme tägliche Zuckerdosis und der geringe Kaliumgehalt im Blut verursacht hatte. Der Zucker war es auch, der ihre Zähne verfaulen ließ, die ihr schließlich gezogen werden mussten.

"Wasser oder Tee mochte sie einfach nicht"

Sie "rastete aus", wenn die letzte Flasche leer war, erzählte Vivien Hodgkinson, die Schwiegermutter der Verstorbenen, der BBC. "Sie begann zu zittern, bekam Entzugserscheinungen und wurde aggressiv", zitiert die Huffington Post die Frau. Ebenso wie der Leichenbeschauer machte auch Harris' Mutter den Getränkehersteller nicht für den Tod ihrer Tochter verantwortlich: "Es war das Getränk ihrer Wahl, Wasser oder Tee mochte sie einfach nicht." Sie unterstützte aber Crerars Forderung nach Gesundheits-Hinweisen auf Cola-Flaschen.

Vertreter der neuseeländischen Lebensmittelindustrie lehnten dies ab. „Keine Warnhinweise auf der Welt“, hätten den Tod von jemanden verhindern können, der etwa 30 Dosen Cola am Tag trinken wolle, sagte dazu die Chefin des Neuseeländischen Lebensmittelrats. Die Neuseeländer würden kaum Warnhinweise auf jedem Schokoriegel oder Kaffee akzeptieren, fügte sie hinzu.

Die Regionalvertretung des Herstellers, Coca-Cola Oceania, teilte mit, es sei nicht erwiesen, dass Cola für den Tod der Frau mitverantwortlich gewesen sei. Diese hatte zwar keinen Alkohol getrunken, aber nur wenig gegessen und keinen Sport getrieben.

hn (enthält Material von AP)

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