Es droht richtig Ärger

Männer finden Schätze in Acker - nun ermittelt die Polizei gegen sie

Trebur/Hessen: Zwei Männer finden Münzen, Werkzeuge und Metallstücke auf einem Feld - jetzt sind sie im Visier der Polizei. (Screenshot)
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Trebur/Hessen: Zwei Männer finden Münzen, Werkzeuge und Metallstücke auf einem Feld - jetzt sind sie im Visier der Polizei. (Screenshot)

Weil sie Schätze aus einem Feld geborgen haben, sind zwei Männer jetzt im Fokus der Polizei. Wussten sie, dass sie sich strafbar machen?

Trebur/Hessen - Zwei Männern aus Hessen könnte ihr gemeinsames Hobby wohl großen Ärger einbringen. Dass ihr Zeitvertreib so nicht genehmigt ist, haben sie vielleicht gar nicht gewusst.

Seit April 2020 sollen die beiden regelmäßig eine schiere „Goldgrube“ aufgesucht haben. Auf einem Acker bei Trebur in Hessen stießen sie wohl immer wieder auf antike Kostbarkeiten. Mittels Sonde und Spaten gingen sie auf die Suche und wurden wiederholt bei ihren Ausgrabungen beobachtet, schildert die Polizei im Pressebericht.

Hessen: Mann finden reihenweise Schätze - und bekommen jetzt Ärger

Die gefundenen Schätze sind teils mehr, teils wenig wertvoll. Auf jeden Fall ist aber eine beachtliche Menge zusammengekommen. Nachdem die Polizei auf das Sonden-Duo aufmerksam wurde, bekamen die Beamten prompt einen Durchsuchungsbefehl. In den Wohnungen der Männer fanden die Beamten dann laut Polizeibericht zahlreiche Münzen, alte Werkzeuge und Metallstücke jeglicher Art.

Die Fundstücke wurden sichergestellt. Jetzt ermitteln Staatsanwaltschaft und Zentralkommissariat gegen die 46 und 50 Jahre alten Männer. Eine Erlaubnis des Landesamtes für Denkmalpflege, auf Schatzsuche zu gehen, hatten sie nicht. Deshalb wird ihnen nun Unterschlagung der Fundstücke vorgeworfen.

Vielleicht war ihnen gar nicht klar, dass sie die antiken Gegenstände nicht einfach so aufsammeln dürfen. Die Polizei erinnert im Zusammenhang mit dem Vorfall noch einmal eindringlich an die Gesetzeslage.

Hessen: Polizei erinnert an Rechtslage

„Die Schatzsuche mit Metalldetektoren hat in den vergangenen Jahren an Intensität zugenommen und wird oft ohne die dafür erforderliche denkmalrechtliche Genehmigung durchgeführt“, schildert die Behörde, „erkundigen, ob man an bestimmten Orten suchen darf oder nicht, kann man sich bei den jeweils örtlich zuständigen Denkmalschutzbehörden. Aufgefundene ‚Schätze‘, wie beispielsweise Waffen, Werkzeuge, Schmuck und Münzen aber auch Dinge des alltäglichen Lebens müssen nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz unverzüglich gemeldet werden.“

Ähnliche Regelungen gelten auch im Rest von Deutschland. Und wie es bei den beiden hessischen Sammlern auch sei, meistens schützt Unwissenheit eben vor Strafe nicht.

Ganz legal konnten Schatzsucher in den USA auf Millionen-Jagd gehen. Ein Antiquitäten-Sammler hatte in den Rocky Mountains eine Truhe voller Gold und Juwelen versteckt. Erst nach zehn Jahren war ein Mann der glückliche Finder.

Alles richtig gemacht hat auch ein Schüler auf Rügen. Der 13-Jährige stieß auf einen tausend Jahre alten Silberschatz. Als ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger durfte er das Gebiet auch auskundschaften.

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