Fluten fordern Todesopfer

Hochwasser-Drama in NRW: Feuerwehrmann ertrinkt bei Rettungsversuch - kurz darauf stirbt weitere Einsatzkraft

In Altena kam ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz ums Leben. Kurz später starb ein weiterer nur wenige Kilometer entfernt.
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In Altena kam ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz ums Leben. Kurz später starb ein weiterer nur wenige Kilometer entfernt.

Tragischer Rettungseinsatz in Altena: In der Kleinstadt in NRW kommt ein Feuerwehrmann im Kampf gegen das Hochwasser ums Leben. Eine weitere Einsatzkraft starb kurz darauf.

Update vom 15. Juli, 07.30 Uhr: Das Wetter-Drama nimmt in NRW weiter seinen Lauf. Ein Feuerwehrmann kam in Altena in NRW bei einem Rettungseinsatz ums Leben (siehe Erstmeldung). Das Unwetter forderte aber noch ein weiteres Todesopfer. Nur zwei Stunden nach dem ersten Todesfall starb ein weiterer Feuerwehrmann im Einsatz.

Der 52-Jährige war bei einem Einsatz im Bereich des Kraftwerks Werdohl-Elverlingsen, nur wenige Kilometer von Altena entfernt, kollabiert. Trotz Reanimations- und Hilfsmaßnahmen starb er am Mittwochabend, wie die Polizei mitteilte. Man gehe von einem gesundheitlichen Notfall aus.

Erstmeldung vom 14. Juli: München/Altena - Das Hochwasser und die heftigen Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen haben ein Todesopfer gefordert. Bei Rettungsarbeiten nach dem Starkregen ist in der Kleinstadt Altena im Sauerland ein Feuerwehrmann ertrunken. Einen entsprechenden Bericht des WDR bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis an diesem Mittwoch (14. Juli).

Feuerwehrmann stirbt in Altena (NRW): Überschwemmungen fordern ein Todesopfer

Laut WDR wurde der Feuerwehrler von den Wassermassen am Fluss Nette mitgerissen und kam in den regelrechten Fluten ums Leben. „Wir gehen derzeit von einem tragischen Unfall aus“, erklärte der Polizeisprecher: „Der Stadtteil Nette war seit den Mittagsstunden im Fokus der Feuerwehr. Da drückt das Wasser von allen Seiten.“ Was er damit meint: Die Stadt Altena liegt zwischen dem Fluss Lenne und dem Klusenberg, einem erhöhten Hang überhalb der Stadt.

Von diesem sollen Überschwemmungen und Geröll- sowie Schlammlawinen in die Stadt gerutscht sein. Zudem ist auch auf der Lenne, wie bei vielen anderen Flüssen in NRW Mitte Juli, durch das schwere Unwetter ein Hochwasser zu verzeichnen. Zwischenzeitlich waren alle Zufahrtswege nach Altena abgeriegelt und die Kleinstadt quasi von der Außenwelt abgeriegelt. Die Überschwemmungen richteten große Schäden an.

Im Video: Hagen (NRW) steht nach Starkregen unter Wasser

Wie das Nachrichtenportal come-on.de* berichtet, wurde am Mittwochabend im Märkischen Kreis eine „Großeinsatzlage“ ausgerufen. Alle Feuerwehren des Landkreises seien in den „Vollalarm“ versetzt worden, heißt es weiter. Aus Altena würden am Abend etwa 100 Personen aus besonders gefährdeten Bereichen evakuiert.

Auch das wenige Kilometer entfernte Hagen (rund 190.000 Einwohner) hat Hochwasser, Überschwemmungen und schwere Schäden zu beklagen. Dort wurde am Mittwoch der Notstand ausgerufen und die Bundeswehr gerufen, um Geröll und Schlamm von Straßen sowie von Infrastruktur zu räumen.

Feuerwehrmann stirbt in Altena (NRW): Hochwasser auch in Hagen, Düsseldorf und Aachen

Bis einschließlich Freitag soll sich der Starkregen mit hohen Niederschlagsmengen in der Region und im Rheinland fortsetzen. Es werden hohe Pegelstände an den Flüssen und weitere Wassermassen erwartet. In den Großstädten Düsseldorf und Aachen wurden wegen der Überschwemmungen Stadtteile evakuiert. Auch Rheinland-Pfalz und Teile des Saarlandes haben Mitte Juli mit Hochwasser zu kämpfen. (pm) *come-on.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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