Höfesterben in Deutschland geht weiter

Passau - Die Zahl der Bauernhöfe in Deutschland geht laut einem Zeitungsbericht weiter zurück. Im vergangenen Jahr gab es nur noch 300 700 landwirtschaftliche Betriebe - drei Jahre zuvor habe die Zahl noch um 20 900 höher gelegen.

Das steht im neuen Agrarbericht 2011 von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), der der “Passauer Neuen Presse“ (Samstag) in Auszügen vorliegt. Die Zahl der Betriebe sank damit zuletzt um 2,2 Prozent pro Jahr. Rund 1,1 Millionen Menschen arbeiteten demnach im vergangenen Jahr noch in der Landwirtschaft. Der Anteil der Haupterwerbsbetriebe ist erneut zurückgegangen, die Durchschnittsfläche der Betriebe stieg weiter an, von 52 auf 56 Hektar.

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Mehr als die Hälfte der Fläche - 55 Prozent - wird bereits von Großbetrieben mit 100 Hektar oder mehr bewirtschaftet. Insgesamt erwirtschaftete die Landwirtschaft mit vor- und nachgelagerten Bereichen im vergangenen Jahr 140 Milliarden Euro. Das waren 6,5 Prozent der Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche. Der Agrarexport wuchs 2010 nach dem Einschnitt durch die Finanzkrise wieder. “Jeden vierten Euro erlöst die Ernährungswirtschaft auf Auslandsmärkten“, zitiert die Zeitung aus dem Bericht. Direktzahlungen der EU machen rund 52 Prozent des durchschnittlichen Einkommens der Landwirte aus.

dpa

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