Sieben Kinder an Bord

Betrunkener Busfahrer fährt in Bayern Kinder umher – Polizei stoppt ihn mit 2,36 Promille

Ein Alkoholtest der Polizei.
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Der Alkoholtest eines Busfahrers in Hof ergab mehr als zwei Promille. (Symbolbild)

Die Polizei stoppte in Hof einen betrunkenen Busfahrer. Der Mann hatte sieben Kinder an Bord – mit mehr als zwei Promille Alkohol im Blut.

Hof - Wer Kinder in seinem Fahrzeug transportiert, sollte besonders vorausschauend und vorsichtig fahren. Tagtäglich steigen Tausende Schüler in Deutschland vor und nach dem Unterricht in Schulbusse. Die Eltern vertrauen darauf, dass ihre Sprösslinge wohlbehütet abgeliefert werden. Der Fall eines Busfahrers aus Hof sorgt da für großes Kopfschütteln.

Hof: Betrunkener Busfahrer fährt Kinder umher

Mit mehr als zwei Promille Alkohol im Blut war der Mann am Steuer eines Kleinbusses am Dienstagnachmittag (28. September) im oberfränkischen Hof unterwegs. Mit an Bord des Fahrzeugs: sieben Kinder aus einer therapeutischen Einrichtung. Der Busfahrer sollte sie sicher nach Hause bringen.

Die Polizeiinspektion Hof machte den Fall am Mittwoch (29. September) öffentlich. Ein Mitarbeiter der Therapie-Einrichtung soll den Beamten zufolge bereits ein „seltsames Verhalten“ beim 56-Jährigen festgestellt haben. Es deutete darauf hin, dass der Busfahrer Alkohol getrunken hatte.

Hof: Polizei stoppt betrunkenen Busfahrer mit 2,36 Promille

Der Mitarbeiter der habe den Busfahrer daraufhin eindringlich gebeten, sich nicht in das Fahrzeug zu setzen und loszufahren. Den Angaben zufolge hörte der 56-Jährige allerdings nicht auf den Angestellten. Der Kleinbusfahrer ließ die Kinder einsteigen und startete. Der Mitarbeiter habe daraufhin umgehend die Polizei verständigt.

Gegen 17 Uhr wurde der Busfahrer schließlich von einer Zivilstreife kontrolliert. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,36 Promille. Die Beamten stellten den Führerschein des 56-Jährigen sicher und brachten die beiden letzten Kinder nach Hause. Gegen den Mann wird jetzt ermittelt.

Zum Zeitpunkt der Kontrolle hatte der Busfahrer bereits fünf der sieben Kinder zu Hause abgeliefert. Man kann von Glück sprechen, dass bei dieser gefährlichen Aktion niemand zu Schaden gekommen ist – weder die Kinder noch andere Verkehrsteilnehmer. (ph/dpa)

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