Weil Tim Cook sich outete

Nach Coming-out: Russen reißen iPhone-Denkmal ab

St. Petersburg - "Ich bin stolz, schwul zu sein", erklärte der Apple CEO Tim Cook vor einigen Tagen öffentlich. Wegen dieses Statements entfernte nun eine russische Firma ein iPhone-Denkmal von einem Uni-Campus.

Es ist nur wenige Tage her, dass Apple-Chef Tim Cook in der Businessweek öffentlich über seine Homosexualität sprach. Für ihn ist es eines der schönsten Geschenke, die Gott ihm gemacht hat, so der CEO. Für seine Offenheit erntete der Apple-Chef viel Respekt und Anerkennung - doch nicht von allen. Cooks Äußerungen nahm nun die russische Firma ZEFS zum Anlass, ein zwei Meter hohes iPhone-Denkmal zu Ehren von Steve Jobs vom Campus einer Uni in St. Petersburg zu entfernen - ein Skandal! Die Begründung: Ein homophobes Gesetz, das Propaganda für Homosexualität im Umfeld von Minderjährigen verbietet.

"Sünde" soll nicht zur Norm werden

Mit dem Abriss des Steve-Jobs-Denkmals auf dem Camus der Universität in St. Petersburg am vergangenen Freitag wolle man die Jugend vor falschen Werten schützen, so die Begründung von ZEFS. Die "Sünde" solle nicht zur Norm werden, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der Firma. Cook habe in seinem Artikel öffentlich zur Sodomie aufgerufen, behauptet ZEFS weiter, um die extrem homophobe und diskriminierende Aktion zu rechtfertigen.

Erst vor einem Jahr hatte Russlands Präsident Wladimir Putin das Gesetz zum Verbot von Propaganda von Homosexualität und "anderen sexuellen Perversionen" verabschiedet.

vin

Rubriklistenbild: © Scrennshot YouTube

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