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Warum schlafen Hund und Katze eigentlich so viel?

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Von: Anna Lorenz

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Ein Labrador döst auf einem Teppich.
Stundenlang vor sich hindösen - für Hunde nichts Außergewöhnliches. © Rights Managed via www.imago-images.de

Was Schlaf angeht, kommen wir selten auf die empfohlenen acht Stunden. Unsere Haustiere hingegen dösen gern den halben Tag - doch warum schlafen Hund und Katze eigentlich so viel?

Welt - Wenn ich mir meinen Hund so ansehe, muss ich feststellen, dass er eigentlich alles richtig macht. Kein Job, kein Haushalt, keine Rechnungen - eigentlich besteht sein Tagesablauf hauptsächlich aus herumtollen, kuscheln und fressen. Ach ja, und aus schlafen. So ein Hundeleben hat schon was - aber warum verschläft er es eigentlich in großen Teilen?

Hund und Katz‘ - So viel schlafen unsere Haustiere täglich

Während Hund und Katze in Wachphasen durchaus aktiv sind und auch den ein oder anderen spontanen Ausflug unternehmen*, mischen sie in der tierischen Riege der Schlafmützen solide im oberen Bereich mit. Dem König der Schläfer, dem in Australien heimischen Koala* (22 Stunden pro Tag), können sie zwar nicht den Thron abspenstig machen, aber mit - laut futura-sciences.com - zwölf Stunden täglichem Minimum an Dös-Bedarf übertreffen sie unser menschliches Schlafpensum (leider) deutlich.

Nahaufnahme der Hand einer Frau und Pfote einer Katze, die gemeinsam auf dem Sofa schlafen.
Die uns empfohlenen 8 Stunden Schlaf schaffen unsere Haustiere leicht. © imago/Michael Eichhammer

Während wir als Neugeborene noch etwa 16 Stunden am Tag in der Traumwelt verbringen, im Erwachsenenalter aber meist mit weniger als der Hälfte zurechtkommen müssen, begibt sich der schwanzwedelnde Vierbeiner laut Tierexperte Martin Rütter bis zu 20 Stunden täglich in Morpheus Arme. Der Stubenkater ist ein wenig agiler unterwegs: Für ihn reichen laut fressnapf.de auch bis zu 18 Stunden aus.

Haustiere als Schlafmützen: Warum brauchen Hund und Katze so viel Schlaf?

Warum unsere Haustiere so viel Schlaf brauchen, ist gar nicht so schwierig zu erklären. Wie beim Menschen, unterscheidet sich nämlich auch ihr Schlaf in Leichtschlaf- und Tiefschlafphasen. Letztere liegen bei unseren vierbeinigen Gefährten nur bei sechs bis acht Stunden. Doch wieso wird dann trotzdem den restlichen Tag lang vor sich hin gedöst?

Ein getigertes Katzenbaby schläft eingewickelt in eine rosa Wolldecke.
Schon als Babykätzchen schläft die kleine Katze viel - und das ändert sich im Alter auch nicht. © Rights Managed via www.imago-images.de

„Hundmüde“ - haben Sie das schon mal gehört? Das Wort kommt nicht von ungefähr, denn tatsächlich haben Hunde ein großes Ruhebedürfnis. Das liegt daran, dass ihr Schlaf sehr viel sensibler ist als unserer. Gerade evolutionär betrachtet ist es für den Wolfs-Nachfahren wichtig, schnell einschlafen, aber auch genauso schnell wieder aufwachen zu können - wenn Gefahr droht. Bei der Katze liegt der Fall ein wenig anders: Ist sie wach und munter, geht sie instinktiv ihrem Jagd- und Spieltrieb nach und das kostet ordentlich Kraft. Für die nötige Erholung sind daher einige Nickerchen Pflicht.

Gesunder Schlaf bei Hund und Katze - Darauf müssen Tierhalter achten

Neu-Tierhalter befürchten oft, das Tier fühle sich vernachlässigt, wenn man es nicht in den Alltag einbinde - gerade auch mit dem Wegfall der Home-Office-Pflicht zum 20. März* sind die Unsicherheiten hinsichtlich angemessener Tierhaltung groß. Doch die Rechnung, den Hund kurzerhand unter dem Schreibtisch einzuquartieren, geht nicht auf: Aufgrund seines sensiblen Schlafes wird das Tier in Leichtschlafphasen nämlich extrem schnell geweckt. Jeder Tacker, jede Kopie, jede klirrende Kaffeetasse reißen ihn aus dem Traumland in die Phase wachsamer Aufmerksamkeit.

Hunde sollten daher nur in ruhige Arbeitsumgebungen mitgenommen werden; ansonsten darf der Wauwau, gut versorgt, maximal sechs Stunden allein in der vertrauten Wohnumgebung gelassen werden - keinesfalls sollte man sein Haustier im Auto warten lassen, während man in die Arbeit geht (s.Video)! Katzenhaltern sei empfohlen, auf Katzenklappen zurückzugreifen bzw. bei reinen Hauskatzen eine entsprechende Versorgungslage sicherzustellen - es muss ja nicht gleich der Katzen-Aufzug sein.* Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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