1. tz
  2. Welt

Hund Vaguito sitzt täglich stundenlang am Meer - jetzt geht seine herzzerreißende Story um die Welt

Erstellt:

Von: Anna Lorenz

Kommentare

Der Hund gilt als der treueste Freund des Menschen. Nicht nur an Land, auch auf See blieb der vierbeinige Schiffsjunge bester Freund dieses Fischers. Was nach dessen Tod passierte, rührt zu Tränen.

Peru - In dem Küstenort Punta Negra nahe der peruanischen Hauptstadt Lima geschieht täglich Magisches. Die anrührende Geschichte des treuen Waisenhundes Vaguito lässt ein ganzes Dorf zusammenwachsen.

Peru: Twitter-Post macht die Geschichte des besonderen Vierbeiners publik

Der Wunsch nach dem Hund - viele Bürgerinnen und Bürger hegen ihn im Laufe ihres Lebens. Ein fröhlicher Kompagnon auf vier Beinen, mit dem man durch Dick und Dünn gehen kann. Als Rudeltiere bauen Hunde enge Bindungen auf und werden nicht selten zum besten Freund des Menschen. Doch oft muss der liebevolle Bund dem Lifestyle des Besitzers weichen - Münchner Tierheime können ein Lied davon singen. Während sich viele Arbeitnehmer, von der Home-Office-Pflicht betroffen, nämlich kurzentschlossen ein Haustier zulegten, bedachten nur wenige, was mit der Fellnase geschehen soll, wenn sie wieder ins Büro müssen*.

Noch besonderer, als sie ohnehin schon ist, erscheint in diesem Licht die Geschichte von Vaguito, einem Waisenhund aus dem peruanischen Punta Negra. Jolie Mejía, die auf Twitter unter dem Kürzel @jolsmr einen Schnappschuss des treuen Vierbeiners geteilt hat, erzählt gegenüber dem amerikanischen Tiermagazin The Dodo, wie sie in die Welt der liebevollen Fellnase eintauchte.

Peru: Nach dem Tod seines Herrchens - Hund Vaguito bleibt dem verstorbenen Fischer treu

Als Mejía am 27. Februar mit ihrer Familie einen Ausflug an den Strand Punta Negra unweit ihrer Heimatstadt Lima unternimmt, ahnt sie nicht, welch magische Geschichte dort auf sie wartet. An der felsigen Küste angekommen, nähert sich den Ausflüglern ein gepflegter, dreifarbiger Hund mit einem grünen Halstuch. Als minutenlang kein Besitzer des Tieres, das sich streicheln lässt, die Augen aber unablässig auf die rauen Wellen des Südpazifiks gerichtet hält, auftaucht, überlegen Mejía und ihre Familie schon, das Tier kurzerhand zu adoptieren. Doch ein Passant klärt sie auf: Über Vaguito und seine berührende Geschichte.

Das Bild zeigt den Hund Vaguito am peruanischen Strand Punta Negra, wo er täglich Ausschau auf den Südpazifik hält.
Am peruanischen Strand Punta Negra hält Hund Vaguito täglich Ausschau. © twitter/01979

„Er hat uns erzählt, dass der Besitzer ein Fischer war, der vor einiger Zeit verstorben ist“, so Mejía, „Und, dass sein Hund jeden Tag zum Strand kommt und auf die See hinausblickt.“ Stumm sitzt Vaguito stundenlang am Ufer von Punta Negra. Was in ihm vorgeht, weiß nur er - im Gegensatz zu diesem verwaisen Flattermann aus Groß Brittanien, der seine Trauer mehr als deutlich artikuliert.

Der kurzhaarige, mittelgroße, dreifarbige Hund liegt am Strand. Es ist bewölkt und es herrscht Wellengang. Der Hund trägt ein grüngelbes Halstuch und sieht über die Schulter in die Kamera, während sein Körper meerseits gewandt bleibt.
Waisenkind Vaguito hält seit dem Tod seines Herrchens am Strand Wache. © twitter/@jolsmr

Nahezu jeder der 7074 Einwohner (Stand 2017) kennt den treuen Vierbeiner und seine berührende Geschichte. Sein Herrchen können sie ihm nicht zurückbringen - doch die Gemeinschaft kümmert sich um Vaguito.

Ein Hund auf einem Schiffskutter unterstützt die Fischer.
Bevor sein Herrchen starb, war Vaguito mutmaßlich Schiffsjunge auf dem Boot des verstorbenen Fischers. (Symbolbild) © Cate Brown via www.imago-images.de

Peru: Treuer Hund lässt Gemeinde eng zusammenwachsen

Da sein Herrchen Vaguito nicht mehr umsorgen kann, übernehmen die Bürger von Punta Negra die Verantwortung für das Wohlergehen des Tieres - alle zusammen. So füttern sie den loyalen Vierbeiner und ermöglichen ihm medizinische Versorgung, wann immer es nötig ist. Ein örtlicher Tierarzt bestätigte darüber hinaus gegenüber The Dodo, dass Vaguito derzeit in der Obhut einer Anwohnerin lebt. Denn eines ist klar: Morgen wird er wieder zum Strand gehen und auf sein Herrchen warten. Die Einwohner der Küstenstadt verbindet er jedenfalls mit derselben Magie, die auch das Band zwischen ihm, dem Schiffsjungen, und seinem Fischer bis heute nicht reißen lässt - über jeden Horizont hinaus. (askl) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare