Emotionales Wiedersehen

Ein Hund steckte vier Tage hilflos in unterirdischem Labyrinth fest - bei seiner Befreiung fließen Tränen

Der Besitzer von Diego hat seinen Hund wieder.
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Rührende Bilder nach der Rettung: Hund „Diego“ konnte nach stundenlanger Suche seinem Besitzer übergeben werden.

Vergangenen Donnerstag verschwand Terrier-Mischling Diego, woraufhin seine Besitzer vier Tage lang verzweifelt nach ihm suchten. Er hatte sich in einem Dachsbau verirrt.

Werdohl - Vier Tage lang war Hund Diego aus Werdohl in Nordrhein-Westfalen bereits verschwunden gewesen, als seine Besitzer Birgit und Bogdan C. sich verzweifelt an die Feuerwehr wandten. Der Terrier-Mischling war vergangenen Donnerstag ausgebüxt und seitdem nicht mehr aufgetaucht. Den ganzen Ort hatte das Ehepaar bereits abgesucht und auf Social Media einen Suchaufruf abgesetzt - doch ohne Erfolg.

Dann, am Sonntagmittag, endlich ein Hoffnungsschimmer: Eine Spur deutete darauf hin, dass Diego in einem Dachsbau mitten im Wald feststecken könnte - aus dessen Inneren waren verdächtige Geräusche zu hören gewesen, die auf den vermissten Hund hindeuteten. Die Rettungsaktion der Feuerwehr startete daher schon kurz nach dem Anruf von Diegos Besitzerin um 18 Uhr. Das Problem: Ohne menschliche Hilfe schaffte es der Terrier-Mischling nicht allein aus der Höhle heraus.

Verschwundener Hund Diego: Er hatte sich in einem unterirdischen Labyrinth verirrt

Der Bau eines Daches kann bis fünf Meter tief reichen. Je älter die Höhle ist, desto mehr Wohnkammern befinden sich in ihr. Da die Waldbewohner sie über die Jahre immer weiter ausbauen, entsteht eine Art Labyrinth, dessen verzweigte Tunnel sich sogar über Hunderte Meter erstrecken können. Ein weiteres Problem: Die Feuerwehr besaß keine Kamera, mit der man den Bau nach Diego hätte untersuchen können.

Ein Glück, konnte das Technische Hilfswerk zumindest mit einer starren Kamera aushelfen, die man in die Höhle hineinließ. Denn: „Plötzlich wurden auf dem Monitor zwei Augen gesichtet“, erzählt Einsatzleiter Kai Tebrün von der Feuerwehr (come-on.de berichtete*) „Dass die von einem Dachs stammten, war unwahrscheinlich.“

Mit Hochdruck versuchten die Einsatzkräfte der Feuerwehr daraufhin, mit Spitzhacken und Schaufeln Zugänge zu dem Dachsbau freizulegen - unter kritischer Beobachtung von Diegos bangenden Besitzern. Immer mehr Helfer kamen in den folgenden Stunden dazu. An mehreren Stellen wurde erfolglos gearbeitet, bis zwischenzeitlich sogar Zweifel daran aufkamen, ob sich der Terrier-Mischlings tatsächlich in dem Höhlensystem befand.

Weitere Unterstützung traf gegen 23 Uhr in Form der Rohrreinigungsfirma Neumann aus Herscheid ein. Ein Glücksfall, wie sich herausstellte: Denn diese hatten eine Kamera mit einem 60 meterlangen Schlauch im Schlepptau - sie sollte sich kurz vor Mitternacht als erfolgversprechendes Hilfsinstrument herausstellte. Nachdem ein weiterer Zugang zum Tunnelsystem des Dachsbaus freigelegt worden war, geschah nämlich das Unglaubliche.

Nach tagelanger Suche: Feuerwehr rettet Hund aus Dachsbau - Freudentränen beim Besitzer

Völlig überraschend tauchte Diego plötzlich vor der Linse der Kamera auf. In der Folge gelang es seinem Besitzer, das verängstigte Tier ins Freie zu locken, wo Bogdan C. ihn mit vor Rührung glänzenden Augen nach vier Tagen Suche endlich wieder in den Arm nehmen konnte. „Wir sind erleichtert und glücklich - die ganze Familie“, kommentiert er später im Video.

Und auch die tatkräftigen Helfer können sich der ein oder anderen Freudenträne nicht verwehren: „So ein glückliches Ende hat man als Feuerwehrmann nicht so oft“, erklärt Einsatzleiter Kai Tebrün. „Das ist schon etwas Besonderes, das wird uns lange in Erinnerung bleiben.“ *come-on.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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