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IKEA: Gründung, Standorte, Öffnungszeiten – alle Infos zum Möbel-Riesen

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IKEA © Manfred Segerer / IMAGO

Für begeisterte Fans ist IKEA mehr als ein Möbelhaus. Infos zur Geschichte und zum heutigen Angebot des schwedischen Möbelhauses für kreative Anpacker.

Älmhult – 1943 erblickte das heutige Weltunternehmen im kleinen Waldstädtchen im südschwedischen Småland das Licht der Welt. Die Idee dahinter war damals wie heute dieselbe: praktische und gemütliche Wohnideen zum erschwinglichen Preis. Längst ist das Möbelhaus über Schränke & Co hinausgewachsen und bietet für jeden Wohnbereich Einrichtungs- und Dekorationsangebote. Daneben entwickelt IKEA stetig innovative Konzepte in Sachen Nachhaltigkeit und Hilfen gegen Klimawandel und Armut in Drittländern. IKEA ist die Abkürzung aus den Initialen des Gründers Ingvar Kamprad, dem Namen des elterlichen Bauernhofs und seines Heimatdorfes.

IKEA: Gründung und Erfolg zunächst ohne Filialen

Die ersten IKEA Möbel-Angebote entstammten einem guten alten Katalog und gingen auf dem Postweg zum Kunden. Der Gründer Ingvar Kamprad ahnte vermutlich nicht, dass sein kleines Dorf heute das zentrale Herz eines multinationalen Konzerns werden sollte. Mit gerade einmal 17 Jahren startete er ein Lieferangebot an täglichen Konsumgütern wie Kugelschreibern, Tischdecken, Nylonstrumpfhosen oder Streichhölzern. In einer Zeit wenig ausgebauter Verkehrsnetze und geringer Mobilität kam dieses Angebot einem Segen gleich. Der Erfolg war vorprogrammiert. Ab 1947 begann der Versand von Möbeln anderer Hersteller, zumeist an Bauern auf abgelegenen Höfen in der nahen Region. Mit dem Erscheinen des ersten IKEA Möbelkatalogs 1951 konzentrierte sich das Unternehmen ausschließlich auf die Möbelbranche. 1955 war das Jahr, in dem das Möbelhaus erstmals eigene Möbel präsentierte und entsprechend dem grundlegenden Konzept ab 1956 zwecks attraktiverer Preisgestaltung erstmals als Bausatz verschickte. Das Erfolgskonzept IKEA Möbelhaus nahm seinen Lauf. Heute beschäftigt das Unternehmen 139.000 Mitarbeitern in 44 Ländern (Quelle: IKEA 2022), bietet Ausbildungsplätze in sieben Berufen und gehört der Stiftung Stichting INGKA Foundation mit Sitz im niederländischen Delft.

Das IKEA Möbelhaus: Selbst anpacken als Mittelpunkt des Konzepts

Waren Selbstaufbauer in der Möbelwelt vor Jahrzehnten noch schräg angesehen, stellt der typische Schweden-Inbus heute fast eine Weltanschauung dar. Und in Zeiten, in denen Bauhäuser und DIY boomen, erscheint das IKEA Konzept fast wie die Mutter aller Renovierungsprojekte. Beim Schrauben selbst gehen die Meinungen bisweilen auseinander. Wer jedoch einmal das System im Aufbau erlebt und erfolgreich bewältigt hat, schraubt künftige Möbel nicht selten auch ohne die gut bebilderten Anleitungen zusammen.

Beim Thema Nachhaltigkeit setzt das Möbelhaus auf mehrere Standbeine. Bis zum Jahr 2030 sollen nur noch recycelte oder natürliche Materialien verwendet werden. Ausgewählte IKEA Produkte finden nach Rückkauf und Aufarbeitung durch IKEA in der Fundgrube Circular Hub jeder Filiale zu ermäßigtem Preis ein neues Zuhause. Mit dem umfassenden Ersatzteileservice lassen sich kleine Schäden beheben und das Möbelstück muss nicht entsorgt werden. Die pfiffigen DIY-Ideen hauchen alten Möbelstücken neues Leben ein. Somit wird die Wegwerfmentalität unterbrochen und der Recycling-Kreislauf unterstützt.

IKEA: Das etwas andere Möbelhaus und seine familiären Filialen

Die familienfreundliche Atmosphäre erlaubt ein Shopping-Erlebnis, das sich von dem in anderen Einrichtungshäusern entscheidet. Die Kinderbetreuung ermöglicht den Eltern eine entspannte Besichtigung und Ausprobieren in den weiträumigen Ausstellungsgängen. Aber auch hier sind die kleinen Kunden gerne gesehen. Die Möbel verknüpfen eine gewisse Schlichtheit mit alltagstauglicher Durchdachtheit. Trotzdem sind Stil und Bequemlichkeit im Preis inklusive. Kindermöbel sind auf die Bedürfnisse der Kinder und Sicherheitswünsche der Eltern ausgelegt. Und für so gut wie jedes Einrichtungsproblem scheint sich im Sortiment die anpassbare Lösung zu finden. Nicht zuletzt die Gastronomie in den IKEA Filialen ist perfekt auf Eltern und Kinder zugeschnitten. Kleine Preise auf Basis der Kostendeckung, Nachfüllen von Limonaden ohne Aufpreis, Spielecken, Hochstühle und Gerichte für jeden Gaumen erlauben eine entspannte Stärkung beim Besuch der Einrichtungshäuser. Ausgesprochen populär sind die DIY-Tipps auf der Internetseite für Anregungen rund um die IKEA Produkte. Nicht zuletzt der legendäre IKEA Katalog schenkte schon im Vorfeld der Kaufentscheidung Ausblicke auf Gestaltung und Variationen bei der Einrichtung. Dieser erschien jedoch 2021 nach 70 Jahren zum letzten Mal auf Papier und weicht nun seinen digitalen Nachfolgern.

IKEA Möbelhaus: Standorte in Deutschland, ihre Öffnungszeiten und Services

Aktuell öffnen 54 Einrichtungshäuser quer durch Deutschland an sechs Tagen meist von 10 bis 22 Uhr ihre Pforten (Stand Januar 2022). Dazu gesellen sich Pop-up-Stores und Planning Studios mit der Möglichkeit terminierter, persönlicher Beratung, Planung und Bestellung. IKEA ist mehr als nur ein Möbelhaus. Das Unternehmen startet den Service bereits bei der Planung, beispielsweise bei den beliebten Einbauküchen-Serien METOD und KNOXHULT. Zu Hause am Bildschirm mit einfach zu handhabenden Planungstools, aber auch in der Filiale selbst und mit Unterstützung des geschulten Personals kann die neue Küche auf den Zentimeter genau geplant und komplett bestellt werden. Die Kunden erfahren ebenso Unterstützung in Sachen Aufbau der neu erworbenen Möbel.

Die Mitglieder der IKEA Familie schätzen den umfassenden Kundenservice. Dazu zählen:

Neben den üblichen Zahlungsweisen bar, Überweisung, Rechnung, PayPal, Klarna, Ikano Card (auch bei Partnershops nutzbar) und mehr ermöglicht IKEA eine 0%-Finanzierung oder die flexible Zahlung mit der hauseigenen Kreditkarte. Geschenkkarten erweitern das Sortiment. Mitglieder mit IKEA Family Card erhalten zudem regelmäßig sehenswerte Rabatte, zusätzliche Angebote und ein gratis Heißgetränk beim Besuch in der Filiale.

IKEA Sortiment: Seit jeher ganz nah am Leben

Wer heute das Angebot bei IKEA studiert – im Onlineshop oder vor Ort in den Filialen –, hält das Sortiment aus Geschirr, Wohntextilien und Spielwaren eventuell für praktisches Beiwerk in der großen Möbelwelt. Und doch sind gerade diese Produkte die ursprünglichen Erfolgsgaranten der Idee des Ingvar Kamprad. Das Konzept der Einrichtungshäuser spiegelt die typisch nordische Lebensart wider: gemütlich und auf das Familienleben ausgelegt. Innerhalb jeden Bereichs zieht sich ein Konzept mit vielen Varianten wie ein roter Faden durch das Angebot. Einem Baukastensystem gleich bildet ein Grundstock wie der Möbelkorpus die Basis und zahlreiche, im Stil sehr unterschiedliche Oberflächen für Türen, Schubladen und Zubehör verwandeln jede Schrankfront in ein individuelles Objekt.

Das Angebot bei IKEA im Überblick:

Eine der jüngsten Sparten im umweltbewussten Möbelhaus-Angebot sind Solaranlagen. Anders als bei METOD, PAX & Co muss der Kunde hier jedoch nicht selbst zum Schraubendreher greifen. Das Gesamtpaket umfasst Montage und Wartung.

Erfolgsgarant IKEA: Möbelhaus mit umsetzbaren Lösungen

Von der ersten eigenen Bude über das Familiennest bis hin zu Wohnen im Alter – die IKEA Familie umfasst alle Wohnsituationen. Wer alleine lebt, freut sich über die Möglichkeit, nur einen Teller oder eine Tasse zu kaufen. Und wer zum ersten Mal eine Wohnung einrichtet, muss auf jeden Euro achten. Fertige Gardinen passen nicht an jedes Fenster und müssen abgeändert werden. Und wer seinem Zuhause gerne ab und an ein neues Gesicht verpasst, liebt das riesige Angebot an Wohnaccessoires und saisonalen Elementen. Ein Möbelstück selbst aufzubauen ohne Handwerkerausbildung, bringt ein kleines Erfolgserlebnis. Modernes Wohnen ist so beweglich und flexibel wie die Menschen selbst. IKEA spricht mit seinem Angebot und den Anregungen zu Einrichtung und Lösung von Alltagsproblemen seine Kundschaft direkt an. Dies spiegelt sich in deren Meinungen wider. So landete laut Parthenon-Performance-Ranking IKEA als bestes Möbelhaus im Jahr 2020 unter den Top Ten führender Einzelhändler in Deutschland.

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