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In Indien

Abgeordneter rastet aus und randaliert: Flugverbot

Er schubste Mitarbeiter, tobte herum und demolierte die Einrichtung. Ein indischer Parlamentsabgeordneter rastete aus, als er am Flughafen erfuhr, dass er zu spät war, um eine Bordkarte zu bekommen.

Visakhapatnam - Ein indischer Parlamentsabgeordneter hat in einem Flughafen randaliert und darf nun nicht mehr mit der Airline IndiGo fliegen. J.C. Diwakar Reddy war am Donnerstag 28 Minuten vor dem Start seines Inlandsfluges zum Check-In-Schalter in der südostindischen Stadt Visakhapatnam gegangen, wie die Fluglinie am Freitag auf Nachfrage erklärte. Als die Mitarbeiter ihm sagten, dass es zu spät sei, eine Bordkarte zu bekommen, geriet er demnach in Rage, wurde aggressiv und beschädigte Eigentum des Flughafens.

IndiGo wies auf ein von indischen Medien im Internet verbreitetes Überwachungsvideo hin, in dem zu sehen ist, wie Reddy Mitarbeiter schubst, wild gestikuliert und hinter dem Schalter einen Drucker hochhebt. Indiens Minister für zivile Luftfahrt, Ashok Gajapathi Raju, schrieb auf Twitter, er werde den Vorfall untersuchen lassen.

Insgesamt sechs Fluggesellschaften sprachen Medienberichten zufolge ein Flugverbot gegen den Parlamentarier aus. Reddy sagte dem Nachrichtensender NDTV, es gebe nichts, wofür er sich entschuldigen müsse. Medien berichteten, er sei bereits im vergangenen Oktober in einem anderen Flughafen unter ähnlichen Umständen ausgerastet.

Erst im März hatte der Abgeordnete Ravindra Gaikwad einen Mitarbeiter der Fluglinie Air India mit einer Sandale geschlagen, was ebenfalls ein Flugverbot zur Folge hatte - das Berichten zufolge allerdings bereits wieder aufgehoben wurde.

dpa

"Flight Rage" oder "Air Rage" heißt das Phänomen, bei dem immer mehr Menschen an Bord eines Flugzeugs regelrecht ausrasten. Warum das so ist, erklärte vor kurzem eine Studie.

Rubriklistenbild: © dpa

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