Instagram - Fake vs. Realität

Von wegen perfekt: Influencerin entlarvt die Scheinwelt von Instagram

Fake vs. Real Instagram
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Sabina Alexia

Auf Instagram wirkt alles perfekt, aber nichts ist, wie es scheint. Immer mehr Influencer setzen sich für mehr Realität und weniger „Fake“ auf Instagram ein.

München - Dass die perfekten Bilder auf Instagram (tz.de* berichtete) nicht der Wahrheit entsprechen, haben wir doch alle gehofft und eigentlich auch geahnt. Wer ist denn schon so makellos, wie es dort dargestellt wird? Bei Instagram präsentiert sich selten eine Influencerin ohne Schminke oder gestyltes Haar.

Auf der Foto-Plattform ist selten etwas real - bei der Zahl der Instagram-Follower*angefangen. Dank Photoshop und etlichen Filtern auf Instagram ist das Streben nach Perfektion fast schon zu einfach geworden. Eine Retusche da, volleres Haar hier und schon ist aus dem durchschnittlichen Bild ein scheinbar perfekter Schnappschuss geworden.

Instagram: Influencerin entlarvt mit ehrlichen Fotos die Scheinwelt der sozialen Netzwerke

Influencer stehen bei Instagram unter großem Druck, die Bearbeitung der Fotos kann zur regelrechten Sucht werden. Wenn plötzlich Narben und Dellen an Stellen auftauchen, bei denen sie vorher fürsorglich wegretouchiert worden sind, fällt das Urteil in den Kommentaren oft grausam aus.

Besser, schöner und perfekter: Instagram erzeugt eine fatale Spirale, Millionen junge Menschen leiden unter Selbstzweifeln, weil sie mit dem Körperbild der Foto-Plattform nicht mithalten können. Doch immer mehr Influencerinnen durchbrechen diesen Kreislauf und teilen bei Instagram echte, unretouchierte Bilder.

So wie etwa Instagram-Nutzerin @sabinaalexia. Die Fitnesstrainerin zeigt, dass auch ihr durchtrainierter Körper kleine Makel hat - Cellulitis, Bauchröllchen, Falten. Die Influencerin postet regelmäßig Vorher-Nachher-Bilder, die den Unterschied zwischen einer trickreichen Pose und der Realität zeigen.

Wie die Realität auf Instagram wirklich aussieht: Pose und Licht machen den Unterschied

Was @sabinaalexia und andere Influencerinnen machen, ist wichtig. Denn: Wer ständig Perfektion sieht, wird auf Dauer krank. „Selbst diejenigen, die wissen, wie stark die Bilder bearbeitet werden, vergleichen sich. Das hat einen ganz einfachen Grund: Wir nutzen Social Media ja nicht bewusst, sondern unbewusst zwischendrin. Etwa in der Pause oder in der Bahn. Und in diesen Momenten reflektieren wir nicht richtig“, warnt Medienpädagogin Corinna Schaffranek den Lifestylemagazin „wmn“. 

„Das Problem ist jedoch, dass viele nicht wissen, wie extrem diese Bilder retuschiert wurden. Denn die meisten gehen davon aus, dass nur die Haut verschönert oder der Schatten stärker herausgearbeitet werden. Aber dass da die Brüste vergrößert, die Taille verkleinert, eine künstliche Lücke zwischen den Oberschenkeln geschaffen – also der ganze Körper nach Wunsch angepasst wird, das wissen die meisten nicht“, erklärt sie weiter.

Einige Influencerinnen bei Instagram wie Sabina alexia oder Danae Mercer haben davon schon lange genug, zeigen die Realität und feiern ihre Selbstliebe, trotz kleiner Makel. „Liebt euch so, wie ihr seid“ - ist die Message, die dahinter steckt. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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