Alles über die neuen Ergebnisse der Stiftung Warentest

Internet-Provider: Nur Telekom ist „Gut“

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Oft muss man sich für 12 oder 24 Monate binden - man sollte daher genau prüfen, für welchen DSL-Provider man sich entscheidet.

Die Telekom ist offenbar besser als ihr Ruf – und die Konkurrenz enttäuscht.

Das ist das Ergebnis eines neuen Tests, in dem die Stiftung Warentest zehn Internet-Provider unter die Lupe nahm. Nur T-Home verdiente sich ein „Gut“ und siegte deutlich. Wir verraten Ihnen, wo die Stärken und Schwächen der Anbieter liegen.

Der Test:Bei allen untersuchten Firmen bestellten jeweils drei Haushalte einen kombinierten Telefon- und DSL-Anschluss mit Flatrate. Bewertet wurden alle wichtigen Kriterien – Bestellvorgang, Beratung, Preise, Dauer der Freischaltung, Geschwindigkeit des Anschlusses.

Die Ergebnisse:Mit der Testnote 2,0 setzte sich T-Home überlegen durch. Dahinter schnitten Arcor (2,8), Alice (3,1), O2 (3,2) und Kabel Deutschland (3,5) mit „Befriedigend“ ab. Die restlichen Anbieter (1&1, Congstar, Versatel, Strato und Freenet) sind mit der Bewertung „Ausreichend“ kaum zu empfehlen.

Die Probleme:Verwirrende Informationen auf den Anbieter-Websites sind nur der Anfang. Bei 1&1 und Freenet bestellten mehrere Testhaushalte versehentlich eine SIM-Karte fürs Handy mit – die Angebote sind, ob absichtlich oder nicht, so unübersichtlich aufgebaut, dass das schnell passieren kann. Nach der Bestellung brach bisweilen das Chaos aus. Strato und Congstar ließen versprochene Installationstermine verstreichen, ohne die Kunden zu benachrichtigen. Arcor und Freenet schickten Hardware an falsche Adressen. Während T-Home die Leitung nach 14 Tagen freigeschaltet hatte, brauchten Arcor 52 und Versatel sogar 65 Tage! Urteil der Tester: „Der anhaltende Preiskampf scheint weiter zulasten von Leistungsumfang und Service zu gehen.“

DSL-Anschluss: So lange mussten die Kunden warten

Die Einrichtung:Bei allen Anbietern außer Kabel Deutschland müssen die Kunden ihren Anschluss selbst einrichten. Mit Modems und Routern, die sich weitgehend automatisch konfigurieren, klappte das bei Arcor, T-Home und O2 problemlos. Die Hardware von 1&1 und Freenet stellte die Testhaushalte dagegen vor Rätsel. Bei Kabel Deutschland musste der Techniker teilweise mehrfach anrücken, bis alles funktionierte. Dafür waren dort die Internet-Geschwindigkeiten übers TV-Kabel besonders hoch.

Die Beratung: Bei Problemen und Fragen glänzten die Hotlines von T-Home und Arcor mit kurzen Wartezeiten und kompetenten Ansprechpartnern. Dagegen ließ Arcor vier von fünf Anfragen per E-Mail einfach unbeantwortet. Bei Freenet ist die Hilfe per Telefon und Mail gleichermaßen „Mangelhaft“.

Die Leitungen:Bei 1&1, Congstar, Freenet, O2, Strato und Kabel Deutschland bekommen Sie keinen „richtigen“ Telefonanschluss, sondern telefonieren übers Internet. Das klappt in der Regel recht problemlos, auch wenn die Sprachqualität nicht immer optimal ist. Die Geschwindigkeit der DSL-Leitungen ist meist reine Glückssache – das in der Werbung versprochene Tempo erreichte im Test nur jeder dritte Anschluss. Beispiel Alice: Hier schaffte eine Leitung optimale 16 000 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) – und eine andere mit 1.300 kBit/s nicht einmal ein Zehntel davon. Allerdings: Das hängt meist von Ihrem Wohnort und der Qualität der dorthin verlegten Kabel ab. Im Rahmen dieser Möglichkeiten arbeiteten außer Freenet alle getesteten Provider gut.

Die Tipps:Sie können sich viel Ärger bei der DSL-Umstellung ersparen, wenn Sie einige Tipps beachten. Beispiel: Kündigen Sie nicht Ihren bestehenden Vertrag, bevor Sie einen neuen Anbieter beauftragt haben. Viele weitere solcher Tipps finden Sie unter test.de/themen/computer-telefon.

Das Fazit:Mit 49,95 Euro für ein Telefon- und DSL-16 000-Paket ist T-Home der teuerste Anbieter. Zum Vergleich: Bei Arcor zahlen Sie 34,95 Euro, bei Alice sogar nur 29,90 Euro. Allerdings: Mit den umfangreichsten Zusatzangeboten im Test und gutem Service sparen Sie bei T-Home kein Geld – aber Nerven. Tipp: Für die meisten Nutzer reicht auch DSL 6000. Dann zahlen Sie bei T-Home nur 39,95 Euro – und der Preisabstand zu den Billiganbietern wird deutlich geringer.

Jörg Heinrich

Quelle: tz

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