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Ist Amanda eine Sex-Mörderin?

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Amanda Knox wird in einem Polizeiwagen vom Gerichtsgelände gefahren.
Amanda Knox wird in einem Polizeiwagen vom Gerichtsgelände gefahren. © dpa

Perugia - Sie erhält in ihrer Zelle Fan-Post und Heiratsanträge. Und sie will demnächst sogar ein Buch über ihre schon knapp einjährige U-Haft schreiben.

Heute wird das Gericht in Perugia (Italien) entscheiden, ob es zum Prozess gegen Amanda K. (22, Spitzname „Engelsgesicht“) kommt. Die US-Studentin soll mit zwei anderen Studenten eine 22-jährige Britin erstochen haben – weil die nicht bei einer Sex-Orgie zu viert mitmachen wollte.

Bei dem ebenso grausamen wie verworrenen Mordfall an der renommierten Ausländer-Universität in Perugia (150 000 Einwohner, 40 000 Studenten) kommen Täter wie Opfer aus gutem Hause. Und: Die drei möglichen Täter nahmen Drogen und hatten bizarre Gewalt- und Sex-Phantasien.

Laut Anklage soll den teuflischen Plan das „Engelsgesicht“ eingefädelt haben: Die Britin Meredith sollte zum gemeinsamen Sex gezwungen werden – als Strafe für ihr hochnäsiges Verhalten. Verdächtig: Amanda hatte zuvor eine von ihr erfundene Vergewaltigungsszene ins Internet gestellt. Und ihr Freund Raffaele (24) outete sich so: „Ich sehne mich nach extremen Empfindungen, die der Sex auslöst.“

In der Nacht auf Allerseelen 2007 sollen Amanda, Raffaele und Rudy (21) die 22-jährige Meredith aus London überrascht haben. Als sie sich weigerte, an einer Sex-Party teilzunehmen, sei sie von Rudy vergewaltigt und von Amanda erstochen worden.

Amanda selbst streitet alles ab. Sie und Raffaele seien gar nicht bei Meredith gewesen. Die Tat habe Rudy verübt. Der war nach dem Verbrechen untergetaucht und drei Wochen später in Mainz gefasst worden.

Quelle: tz

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