Leidensgeschichte in Rom

Zwei Jahre lang unentdeckt: Junge Deutsche wurde in Italien offenbar entführt und missbraucht

Einsatzfahrzeug in Rom: Die Polizei berichtet von einem Entführungsdrama nördlich der Hauptstadt (Symbolbild)
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Einsatzfahrzeug in Rom: Die Polizei berichtet von einem Entführungsdrama nördlich der Hauptstadt (Symbolbild).

Für ein deutsches Mädchen verwandelt sich die Beziehung zu einem Italiener in eine lange andauernde Qual: Sie wird nahe der Hauptstadt Rom entführt und versteckt gehalten.

Rom - Eine junge deutsche Frau durchlebte nahe der italienischen Hauptstadt zwei Jahre lang große Qualen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, ist die mittlerweile 19-jährige in Italien etwa zwei Jahre lang eingesperrt und auch misshandelt worden.

Die junge Frau sei von ihrem Partner sowie einem Mitbewohner in Cesano, einem Bezirk nordwestlich der Touristenhochburg gefangen gehalten und von ihrem Freund im Zuge dessen auch sexuell missbraucht worden, erläuterte ein Polizeisprecher am Dienstag. Es wurden Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Täter aufgenommen, unter anderem aufgrund des Tatbestandes der Entführung.

Italien: Junge Deutsche erleidet Martyrium - Nach zwei Jahren befreit

Wie der Sprecher weiter erklärte, sei der jungen Deutschen erst kürzlich im Mai 2021 die Flucht gelungen, woraufhin sie dann Passanten angesprochen habe und diese umgehend die Polizei informiert hätten. Die beiden beschuldigten Männer seien mittlerweile festgenommen worden und befinden sich in Haft. Abgesehen von den psychischen Schäden würde das Opfer den Umständen entsprechend keine größeren Schäden davontragen: „Der jungen Frau geht es Gott sei Dank gut“, führte der Polizeisprecher aus und gab weitere Details preis:

Die 19-Jährige sei deutsche Staatsbürgerin, wohne aber schon länger in Rom. Geboren sei die Frau in Spanien, woher aus Deutschland sie genau stammte, dazu konnte die Polizei noch keine weiteren Angaben machen. Das überstandene Martyrium nahe Rom lässt Erinnerungen an einen bekannten Kriminalfall 2007 in Perugia wachwerden. (PF mit dpa)

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