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Mann will lieber zurück ins Gefängnis, als Hausarrest mit seiner Frau zu verbringen - kuriose Bitte an Polizei

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Von: Marcus Giebel

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Ein Mann in Uniform und mit Mundschutz steht vor einer Zelle und schaut auf eine darin sitzende Person
So eine Zelle hat auch ihre Vorzüge: In Italien zog ein 30-Jähriger das Gefängnis dem Hausarrest wegen seiner Frau vor. (Symbolfoto) © IMAGO / UIG

Nach einer Haftstrafe wurde ein Mann in Italien zu Hausarrest verdonnert – bei seiner Frau. Der 30-Jährige zog es vor, freiwillig wieder ins Gefängnis zu gehen.

München - Der Bund fürs Leben kann sich durchaus als Fehlgriff entpuppen. Was sich jedoch erst Monate oder Jahre nach dem Ja-Wort erkennen lässt. Wenn die Zweisamkeit womöglich zur Last wird und Gemeinsamkeiten immer mehr verblassen. Die Partnerschaft nicht mehr durch Geben und Nehmen gelebt wird.

Nicht wenige halten die Ehe daher - zugegeben etwas augenzwinkernd - für eine andere Art Gefängnis. Denn natürlich wird so manche Freiheit aufgegeben. Dass aber ein Ehepartner seine Tage lieber hinter Gittern fristet als gemeinsam mit der Liebe seines Lebens, sollte dann doch ein Alarmsignal sein. Nicht nur für das in Freiheit zurückgelassene Herzblatt.

Mann will Gefängnis statt Hausarrest: 30-Jähriger taucht mit kurioser Bitte auf Polizeiwache auf

In Italien sahen sich die Carabinieri nun einem Mann gegenüber, der genau diesen Wunsch mit auf die Wache brachte. Der 30-Jährige bat um seine Einweisung in eine Zelle. Wegen Drogendelikten war er zuvor unter Hausarrest gestellt worden.

Das hieß für ihn: Es gab keinerlei Fluchtmöglichkeit vor seiner Frau. Und diesen Zustand hielt der in der römischen Vorstadt Guidonia Montecelio lebende albanische Staatsbürger nicht länger aus. Also wandte er sich mit seinem Hilferuf an die Polizei.

Video: Diese deutschen Promis saßen schon hinter Gittern

Mann will Gefängnis statt Hausarrest: Leben mit Ehefrau als „Hölle“ bezeichnet

Der zuständige Kommissar Francesco Giacomo Ferrante fasste den Sachverhalt so zusammen: „Er lebte zu Hause mit seiner Frau und seiner Familie. Es lief nicht mehr gut.“ Der junge Mann habe sein häusliches Leben als „Hölle“ bezeichnet. Wie es viele Verheiratete zuweilen vor Freunden tun. Doch er meinte es ganz offensichtlich bitterernst.

„Ich kann nicht mehr, ich möchte ins Gefängnis gehen“, habe der Mann gesagt, berichtete die Polizei weiter. Deshalb habe er letztendlich die Flucht ergriffen und sich gestellt.

Mann will Gefängnis statt Hausarrest: Bitte um Rückkehr in Haftzelle wird erhört

In seiner ausweglosen Lage wurde der 30-Jährige erhört. Wegen Verstoßes gegen den Hausarrest nahmen ihn die Carabinieri fest. Die Justizbehörden ordneten an, dass er ins Gefängnis überstellt werde.

Dort dürfte er vor seiner Frau erstmal sicher sein. Denn von seiner eigentlich mehrjährigen Strafe hat er erst wenige Monate abgesessen. Vielleicht verbringt er in Haft nun genug Zeit, um die Nähe zu seiner Partnerin dann doch wieder zu missen. Schließlich fand so mache Ehe, die zu zerbröckeln schien, noch ein Happy End.

Ein „Tatort“-Schauspieler muss sich vor Gericht verantworten, weil er eine Mietzuschuss nicht gezahlt haben soll. Zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe wurde der Youtuber „Drachenlord“ verurteilt - unter anderem wird ihm gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Weil er gleich mehrerer Vergehen angeklagt ist, sitzt ein ehemaliger „GZSZ“-Star in U-Haft. (mg)

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