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Wer eine Pizza teilt, zahlt extra: Alpen-Restaurant verteidigt umstrittenen Zuschlag

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Eine Frau und ein Mann teilen sich in einem Restaurant eine Pizza. (Symbolbild)
Eine Frau und ein Mann teilen sich in einem Restaurant eine Pizza. (Symbolbild) © IMAGO / Westend61

Aufschlag für geteiltes Essen im Restaurant. So geht nun ein Wirt in der Schweiz vor – und erklärt sein Vorgehen.

Brugg – Gerade zur Mittagszeit brauchen nicht alle immer ein großes Essen. Vielen reicht auch ein kleiner Snack – oder eine halbe Portion. Einem Restaurant in der Schweiz wurde dieser Bestelltrend jetzt offenbar zu bunt: Wer teilt, zahlt einen Aufpreis. Der Wirt erklärt die neue Maßnahme.

„Es geht um die Existenz des Lokales“, erklärt der Betreiber des italienischen Restaurants „Trattoria Rotes Haus“ in der Schweizer Gemeinde Brugg im Aargau gegenüber der Aargauer Zeitung. Bei der neuen Regelung gehe es nicht darum, die Gäste zu schikanieren oder sogar darum, zu verhindern, dass Gäste sich eine Pizza oder andere Gerichte teilen würden. Der Wirt wolle lediglich seine Kosten umlenken. Deshalb zahlen Pizza-Teiler jetzt einen Aufpreis von drei Franken (circa 3,11 Euro).

Schweizer Restaurant führt „Coperto“ ein: Wer Essen teilt, zahlt mehr

Mit diesem Aufpreis würden die Kunden lediglich das Gedeck und den Service bezahlen, verteidigt sich der Wirt.

Was in Deutschland und der Schweiz sehr unüblich ist, ist für Italien-Urlauber längst keine Überraschung mehr: Hier verlangen fast alle Restaurants einen Sockelbetrag für das Gedeck und den Service, der sogenannte „Coperto“. Doch dieses Vorgehen sorgte schon in der Vergangenheit für Unmut.

Die Idee transferierte der Schweizer Wirt nun offenbar auch in das Alpenland. Allerdings mit Abstrichen.

Wirt erklärt den Preis-Aufschlag – und er ist längst nicht allein

So wird die Zusatzgebühr laut Wirt ausschließlich dann verlangt, wenn zwei Gäste am Tisch sitzen und sich ein Gericht teilen. Bei größeren Gruppen, die eben mehr Getränke und Essen bestellen und so mehr Umsatz bringen, wird nichts aufgeschlagen, auch wenn sich Personen Pizzen teilen sollten. Hier kommt der Wirt auch ohne die Extra-Franken auf seine Kosten, wird in dem Artikel erklärt.

Doch das Restaurant in Brugg ist mit der Idee nicht allein.

Etwa auch eine Pizzeria in Luzern verlangt einen Aufpreis, falls sich zwei Gäste eine Pizza teilen. Hier sind es sogar fünf Franken, berichtet die Boulevardzeitung Blick. Zudem berichtet das Blatt von einem anderen Restaurant, dass einen Aufpreis für einen zweiten Dessertlöffel verlange. „Wer ein Dessert teilt, belegt zwei Stühle“, wird der dortige Wirt zitiert.

In Deutschland sorgte zuletzt ein Restaurant für Furore: Der Wirt hier verlangte 35 Euro für den Eintritt - als Servicepauschale. (rist)

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