1. tz
  2. Welt

Heftige Unwetter und Überschwemmungen in Italien: „Es ist noch nicht vorbei“ – Wirbelsturm erwartet

Erstellt:

Von: Patrick Huljina

Kommentare

Heftige Unwetter und Überschwemmungen haben in Catania eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Für den Rest der Woche ist keine Besserung im Sicht – im Gegenteil.

Catania - Der Süden Italiens wurde zum Beginn dieser Woche von schlimmen Wetterverhältnissen heimgesucht. Seit Montag (25. Oktober) gehen extreme Unwetter über den Osten Siziliens und Teilen Kalabriens am Südzipfel des Landes nieder. In Catania – am Fuße des Ätna – wurden Teile der Stadt komplett überschwemmt. In etliche Häuser flossen Wasser und Schlamm, teilweise fiel der Strom aus.

Unwetter in Italien: Überschwemmungen in Catania – mindestens ein Toter

Bürgermeister Salvo Pogliese schrieb auf Facebook von Unwettern, „die es in dieser Kraft und mit dieser Intensität“ noch nie gegeben habe. Er ordnete am Dienstag (26. Oktober) an, bis Mitternacht aus Sicherheitsgründen alle Geschäfte zu schließen – mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelläden. Die Einwohner Catanias sollten ihre Häuser nicht verlassen, schrieb er.

In der sizilianischen Stadt starb mindestens ein Mann, weil er ersten Erkenntnissen zufolge mit seinem Auto auf einer überschwemmten Straße stecken blieb. Offenbar stieg der 53-Jährige aus seinem Wagen aus und wurde vom Wasser erfasst. Laut der Nachrichtenagentur Ansa fanden Rettungskräfte ihn leblos unter seinem Auto. Der Mann konnte nicht mehr wiederbelebt werden.

Unwetter und Überschwemmungen auf Sizilien in der Stadt Catania.
In Catania wurden nach den heftigen Unwettern am Dienstag zahlreiche Straßen überflutet. © Orietta Scardino/dpa

Staatspräsident Sergio Mattarella, Ministerpräsident Mario Draghi und Innenministerin Luciana Lamorgese sprachen den Betroffenen der schweren Unwetter und Überschwemmungen ihre Anteilnahme und den Rettungskräften ihren Dank aus. Die Feuerwehr sei in der Provinz Catania zu fast 200 Einsätzen innerhalb von 24 Stunden ausgerückt. Und die Wetterprognose verheißt nichts Gutes.

Unwetter in Italien: „Es ist noch nicht vorbei“ – Wirbelsturm erwartet

„Es ist noch nicht vorbei“, warnte der nationale Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio am Mittwoch (27. Oktober) laut Ansa. Der Süden Italiens müsse sich auf weitere und womöglich noch schwerere Unwetter einstellen, sagte er nach einem Krisengespräch mit den örtlichen Behörden in Catania.

Nach einer kurzen Ruhephase soll es am Donnerstag oder Freitag wieder zu einer deutlichen Wetterverschlechterung kommen, sagte Curcio. Dabei wird befürchtet, dass ein sogenannter Medicane entsteht, ein Wirbelsturm im Mittelmeer (Englisch: Mediterranean Hurricane). Dieser braue sich bereits zwischen Süditalien und Malta zusammen. Catanias Bürgermeister ordnete an, Schulen und nicht-essenzielle Geschäfte an den beiden Tagen geschlossen zu halten. (ph/dpa)

Ein deutscher Tourist fand in seinem Sizilien-Urlaub die Kreditkarte eines Hollywood-Stars.

Auch interessant

Kommentare