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Vulkan-Alarm in Italien: 130 Jahre nach letztem Ausbruch! Dämpfe sorgen schon jetzt für Probleme

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Von: Richard Strobl

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Der Krater „Grand Fossa“ auf der Insel Vulcano auf der italienischen Insel Vulcano. (Archiv)
Der Krater „Grand Fossa“ auf der Insel Vulcano auf der italienischen Insel Vulcano. (Archiv) © IMAGO / agefotostock

In Italien befürchtet man aktuell einen Vulkan-Ausbruch. Nach ersten Anzeichen wurde die Warnstufe erhöht. Dämpfe machten bereits Haustiere krank.

Vulcano - Gerade, als Bilder des großen Vulkan-Ausbruchs auf der spanischen Insel La Palma für Furore sorgen, gibt es jetzt auch in Italien Vulkan-Alarm. Für den Vulkan auf der Insel Vulcano im äolischen Archipel wurde nach einem Bericht des Corriere della Sera die gelbe Warnstufe ausgerufen.

Vulkan-Aktivitäten in Italien

Zwischen Ende September und Anfang Oktober hatte es eine Zunahme der Gas- und Fumarolenaktivitäten gegeben. Dies wurde als Hinweis darauf gewertet, dass der Vulkan 130 Jahre nach dem letzten Ausbruch wieder zum Leben erwachen könnte. Deshalb ordnete der Bürgermeister von Lipari die neue Warnstufe an.

Darüber hinaus wurde am Freitag auch ein Verbot erlassen, auf den Gipfel des Vulkans zu steigen.

Vulkan-Gase in Italien machten Haustiere krank

Zuvor hatten austretende Dämpfe aus dem Untergrund bereits für Probleme gesorgt: Sie hatten dem Bericht nach Haustiere von Anwohnern krank gemacht.

Nun wartet man in der Gemeinde auf eine offizielle Bewertung der Gefahrenlage durch das Kompetenzzentrum und die Feuerwehr.

Der Experte Marco Viccaro sagte zum Corriere della Sera, dass die Aktivität des Vulkans „durch ein hydrothermales System in geringer Tiefe beeinflusst“ werde. Seit einigen Wochen beobachte man hier Veränderungen. Diese Dynamiken könnten auch das in tieferen Ebenen gespeicherte Magma unter Druck setzen und erhitzen.

Sichtbar sei bereits, dass die Fumarolenfelder an der Oberfläche sich verändern würden. Hier hätte sich die Temperatur erhöht. Zudem habe sich die Konzentration von flüchtigen Komponenten, wie Schwefeldioxid und Kohlendioxid erhöht.

Es sei noch keine bedrohliche Situation, aber eine, die Aufmerksamkeit verdiene, so der Experte weiter. (rjs)

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