Japanische Landwirte fordern Geld von Tepco

Tokio - Von der Atomkatastrophe betroffene Landwirte im Umfeld der Atomruine Fukushima fordern schnelle Entschädigungszahlungen vom japanischen Energiekonzern Tepco.

Mamoru Moteki, Vorsitzender des Zentralverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften, übergab Tepco-Chef Masataka Shimizu am Donnerstag einen Protestbrief, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

In dem Schreiben kritisieren die Bauern, Tepco habe sie bislang nicht über die negativen Folgen der radioaktiven Stoffen aufgeklärt und sich nicht bei ihnen entschuldigt. Auch gebe es fast fünf Wochen nach dem Unglück noch immer keine Reaktion zu möglichen Entschädigungszahlungen.

“Das ist völlig inakzeptabel“, sagte Moteki. Wegen der radioaktiven Strahlung und den Handelsbeschränkungen für Waren aus der Region müssten Bauern sogar über die endgültige Aufgabe ihrer Höfe nachdenken.

Shimizu zeigte sich von den Problemen der Bauern sichtlich betroffen. “Wir entschuldigen uns für die entstandenen Probleme und nehmen den Protest sehr ernst“, sagte der Tepco-Manager.

dpa

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