Wegen Touristen-Boom

"Restauratorin" des Jesus-Freskos will absahnen

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Das Jesus-Fresko - vorher und nachher.

Borja - Sie wollte nur Gutes tun, doch das ging in die Hose: Die "Restauratorin" Cecilia Giménez erntete für ihr verschlimmbessertes Jesus-Fresko viel Spott. Nun will sie dennoch Geld dafür sehen.

102 Jahre war es alt, das Jesus-Fresko in der Kirche in dem spanischen Örtchen Borja. Bis vor einigen Wochen schenkte dem Bild kaum jemand besondere Aufmerksamkeit. Doch das änderte sich schlagartig, als Cecilia Giménez ungefragt Hand anlegte. Doch anstatt das "Ecce Homo"-Motiv zu restaurieren, wurde es plump verunstaltet.

Mittlerweile ist das Jesus-"Fiasko" zu einer regelrechten Touristen-Attraktion geworden. Viele Neugierige aus aller Welt versuchen, einen Blick auf das kaum mehr erkennbare "Meisterwerk" zu erhaschen - und lassen dafür sogar den ein oder anderen Euro in die Kirchenkasse fallen. Laut der spanischen Seite elcorreo.com seien in nur vier Tagen rund 2000 Euro zusammen gekommen.

Und das will sich nun offenbar auch die viel gescholtene, 85 Jahre alte "Restauratorin" zu Nutze machen. Die Kirche habe den Geldsegen ja schließlich ihr zu verdanken. Und mit ihr als "Urheberin" habe sie Anrecht auf einen Anteil. Mittlerweile habe sie sich mit Anwälten verstärkt. Der Rentnerin dürfte ein kleiner finanzieller Glücklichmacher wohl gut tun. Denn seit ihrem "Fauxpas" gehe sie kaum mehr aus dem Haus.

mm

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