Was Josef Fritzl dem Anwalt sagte / Warum er Elisabeth einsperrte

Josef Fritzl: Die Beichte

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Josef Fritzl gibt immer mehr schockierende Details preis.

Amstetten - Wie tickt ein Mensch, der seine Tochter 24 Jahre einsperrt, sie immer wieder vergewaltigt und mit ihr sieben Kinder zeugt?

Zum ersten Mal bekommt die Öffentlichkeit einen Eindruck davon, wie Josef Fritzl, der Inzest-Vater von Amstetten, seine Taten sieht. Das österreichische Magazin „News“ erhielt Einblicke in die Protokolle von Strafverteidiger Rudolf Mayer, Anwalt des 73-jährigen Fritzl. „Demütig und ganz still“ sei sein Mandant. Und eines sei ihm wichtig: „Ich bin kein Monster.“

Fritzls Beichte:

Über seine Kindheit:„Ich bin in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen.“ Die Jugend habe er in einer kleinen Wohnung in Amstetten verbracht. Die Mama sei eine starke Frau gewesen. „Sie hat mich zu Disziplin, Ordnung und Fleiß erzogen, mir eine gute Schul- und Berufsausbildung ermöglicht.“

Der Inzest-Fall von Amstetten

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Ein Polizeifoto von Josef F.: Er hat gestanden, seine Tochter 24 Jahre lang missbraucht und sieben Kinder mit ihr gezeugt zu haben. © dpa
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In diesem Kellerverlies hat Josef F. seine Tochter jahrzehntelang eingesperrt. © dpa
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In diesem Kellerverlies hat Josef F. seine Tochter jahrzehntelang eingesperrt. © dpa
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In diesem Kellerverlies hat Josef F. seine Tochter jahrzehntelang eingesperrt. © dpa
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Bezirkshauptmann Hans Lenze und Oberst Franz Polzer von der Kriminalabteilung Niederösterreich bei einer Pressekonferenz zum Fall. © dpa
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Hier hat sich der schreckliche Missbrauch über Jahrzehnte hinweg zugetragen. © dpa
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Hier hat sich der schreckliche Missbrauch über Jahrzehnte hinweg zugetragen. © dpa
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Die Spurensucher der Polizei untersuchten den Tatort. © dpa
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Polizeiermittler vor dem Haus in Amstetten/Österreich, wo sich der Inzest-Fall zugetragen hat. © dpa
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Polizeiermittler vor dem Haus in Amstetten/Österreich, wo sich der Inzest-Fall zugetragen hat. © dpa
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Polizeiermittler und Passanten vor dem Haus in Amstetten/Österreich, wo sich der Inzest-Fall zugetragen hat. © dpa
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Ein Polizeifoto von Josef F.: Er hat gestanden, seine Tochter 24 Jahre lang missbraucht und sieben Kinder mit ihr gezeugt zu haben. © dpa
Das Mostviertel-Krankenhaus in Amstetten-Mauer: Hier wird das 42-jährige Opfer behandelt. © dpa
Ein österreichischer Reporter wird vor dem Inzest-Haus von Reportern umringt. © dpa
Infokarte zum Verlies. © dpa
Luftblick auf das Haus, in dem der 73-jährige Josef K. seine Tochter jahrzehntelang missbraucht hat. © dpa

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Über seine Beziehung zu Rosemarie: „Seit ich zurückdenken kann, ist es mein innigster Wunsch gewesen, einmal viele Kinder zu haben. Und Rosemarie erschien mir die geeignete Mutter.“ Er habe die ahnungslose Rosemarie, die heute 68 Jahre alt ist und mit ihrer Tochter und den fünf Enkelkindern im Landesklinikum wohnt, geliebt und liebe sie immer noch.

Über Elisabeths Aussage, ihr Vater habe sie seit dem elften Lebensjahr missbraucht: „Das stimmt nicht. Ich bin kein Mann, der sich an kleinen Kindern vergeht.“ Er gibt aber zu, die Tochter vergewaltigt zu haben. „Aber erst später, viel später.“ Da habe sie schon lange im Verlies gelebt.

Warum er unter seinen sieben Kindern Elisabeth als Opfer wählte: Die Pubertät sei schuld – Elisabeth habe sich an keine Regeln gehalten, sich herumgetrieben, getrunken und geraucht. Sie sei ausgerissen, er habe sie immer wieder nach Haus gebracht. „Aber sie entzog sich wieder. Deshalb musste ich vorsorgen, einen Ort schaffen, an dem ich Elisabeth irgendwann von der Außenwelt fernhalten konnte.“

Über die ständigen Vergewaltigungen von Elisabeth: „Es war wie eine Sucht.“ Er verhütete nur halbherzig. Der perverse Grund: „Weil ich mir in Wahrheit von Elisabeth Kinder wünschte.“

Wie er seine Opfer in Schach hielt: „Ich habe ihnen immer wieder erklärt, dass sie nicht an der Verliestüre herumwerkeln sollen – denn sonst könnten sie in einen Stromkreis geraten und sterben.“

Über seine Strafe: „Sterben will ich nicht.“ Er wolle jetzt nur noch „büßen“.

Quelle: tz

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