Journalisten seit 500 Tagen in Geiselhaft

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Stéphane Taponier und Hervé Ghesquière sind seit Dezember 2009 in Geiselhaft der Taliban.

Paris - Zwei französische Journalisten sind seit 500 Tagen in Geiselhaft. Sie wurden im Dezember 2009 mit drei Begleitern in Afghanistan verschleppt und warten seither auf das Ende ihres Martyriums.

Seit 500 Tagen sind sie in der Gewalt der Taliban: Frankreich hat am Freitag mit zahlreichen Aktionen an das Schicksal der beiden Journalisten Stéphane Taponier und Hervé Ghesquière erinnert, die im Dezember 2009 mit drei Begleitern in Afghanistan verschleppt worden waren.

“Wir schreien unsere Verzweiflung hinaus“, sagte Jean-Louis Normandin, der in den 80er Jahren zwei Jahre im Libanon in Geiselhaft gewesen war, dem Sender Europe1. Die Journalistin Florence Aubenas, die gut fünf Monate im Irak verschleppt gewesen war, warf der französischen Regierung mangelnden öffentlichen Einsatz für die beiden Geiseln vor.

Präsident Nicolas Sarkozy hatte kürzlich in einem Interview betont, dass das Zahlen von Lösegeld nicht Sache des Staates, sondern der betroffenen Unternehmen sei.

Derzeit befinden sich weltweit neun Franzosen in Geiselhaft. In Paris wurden Dutzende großer Porträts der beiden Journalisten aufgehängt. In Straßburg sollten 500 Luftballons in den Himmel steigen.

dpa

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