K2 in Pakistan

Mann besteigt zweithöchsten Berg der Welt - und findet dort Leiche seines Vaters

Der schroff aufragende K2 im Karakorumgebirge in Kaschmir gilt unter Bergsteigern wegen seiner steilen Wände als schwierigster Achttausender.
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Der schroff aufragende K2 im Karakorumgebirge in Kaschmir gilt unter Bergsteigern wegen seiner steilen Wände als schwierigster Achttausender.

Der Sohn eines pakistanischen Bergsteigers fand kürzlich mit einem Suchteam die Leiche seines vermissten Vaters - auf circa 8000 Höhenmetern.

Islamabad - Der K2 ist zwar nur der zweithöchste Berg der Welt, gilt unter Bergsteigern aber als am schwierigsten zu besteigen. Erst Anfang des Jahres gelang es einer Gruppe von zehn nepalesischen Sherpas den Berg erstmals in der Geschichte auch im Winter zu besteigen. Wie schwierig und gefährlich diese Besteigung tatsächlich ist, zeigt nun die tragische Geschichte von Muhammad Ali Sadpara.

K2: Sohn musste Bergbesteigung abbrechen - Vater setzte Aufstieg fort

Der erfahrene Bergsteiger hatte mit dem Chilenen Juan Pablo Mohr Prieto, dem Isländer John Snorri und seinem Sohn Sajid versucht diese Herausforderung Anfang Februar zu meistern. Am sogenannten Flaschenhals des Berges musste Sadparas Sohn wegen Problemen mit seiner Sauerstoffzufuhr umkehren. Die anderen drei Bergsteiger setzten ihre Tour jedoch fort. Danach hatte man nichts mehr von ihnen gehört.

Mit Hilfe von Satellitenbildern, Helikopterflügen und Infrarotaufnahmen wurde kurz darauf versucht die drei Verschollenen zu finden. Auch verschiedene Suchtrupps hatten damals keinen Erfolg die Bergsteiger ausfindig zu machen. Ein von Sajid Ali angeführter Suchtrupp habe die Leichen der drei Vermissten nun in der Nähe eben des Bergabschnittes gefunden, in dem Sajid im Februar umkehren musste. Dies bestätige der Chef der pakistanischen Reiseveranstalterorganisation „Pota“.

K2: Verstorbene können möglicherweise nicht geborgen werden

Mehrere Armee-Hubschrauber sowie Bergsteiger anderer Expeditionsverbände wollen sich dem Team rund um Sadpara in den kommenden Tagen anschließen um zu versuchen die Leichen der drei Expeditionisten zu bergen, erklärte Karrar Haidri vom pakistanischen Alpinclub. Der Pota-Chef sieht hingegen jedoch wenig Hoffnung, dass man die drei verstorbenen Bergsteiger ins Tal bringen könnte. Es sei auf dieser Höhe kaum möglich Körper aus dem Schnee zu graben. Vielleicht müsse man die Familien auch bitten, die drei dort zu bestatten, so der Pota-Chef.

Dass Berge nicht besonders hoch sein müssen, um Wanderungen tückisch zu machen, zeigt der Vermissten-Fall eines Wanderers in den bayerischen Alpen. Jedes Jahr wieder gibt es auch in den deutschen Alpen Bergsteiger, die zwar als vermisst gemeldet, aber bisher nicht gefunden wurden.

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