Öko-Stadt nach deutschem Vorbild für Atom-Opfer

Tokio - Mit dem Bau einer Öko-Stadt nach dem Vorbild der deutschen Gartenstädte will die japanische Regierung den evakuierten Menschen eine neue Heimat in der Präfektur Fukushima ermöglichen.

Aus der Sicht von Kenichi Matsumoto, Sonderberater der japanischen Regierung, könnte die umweltfreundliche Stadt Wohnraum für bis zu 100 000 Menschen bieten. Ministerpräsident Naoto Kan habe einen möglichen Ort bereits im Kopf, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Für Verwirrung sorgte am Mittwoch die angeblich Aussage Kans, die 20 Kilometer große Evakuierungszone rund um die Atomruine bleibe für die nächsten 10 bis 20 Jahre unbewohnbar. Sowohl Kan als auch Matsumoto dementierten dies aber später wieder, berichtete Kyodo.

Gartenstädte wurden in Deutschland erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Ziel war es, die Lebensbedingungen der Menschen durch weiträumige und niedrige Bauweisen zu verbessern sowie Mieterhöhungen zu vermeiden.

In Japan will sich der Rat zum Wiederaufbau der Städte voraussichtlich in seiner ersten Sitzung am Donnerstag mit dem Thema beschäftigen.

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