1. tz
  2. Welt

Billa-Kunde erhält Mammut-Kassenzettel nach Kauf von fünf Produkten – und legt Lineal an

Erstellt:

Von: Jonas Raab

Kommentare

Ein Einkaufszettel aus einem Billa-Markt in Österreich erstaunt die Twitter-Gemeinde.
Ein Einkaufszettel aus einem Billa-Markt in Österreich erstaunt die Twitter-Gemeinde. © CHROMORANGE/imago

Als eine Österreicherin den Kassenzettel sieht, den sie bei Billa ausgedruckt bekommen hat, traut sie ihren Augen nicht. Das Foto, das sie davon macht, sorgt bei Twitter für Aufsehen.

Wiener Neudorf - Sage und schreibe 6.923.430 Kilometer an Kassenzettel produziert allein der deutsche Einzelhandel jedes Jahr. Damit könnte man die Erde pünktlich zu Weihnachten 172-mal umwickeln und hätte noch 32.000 Kilometer für eine schöne Schleife übrig. Dass es in Österreich nicht gerade papierärmer zugeht, zeigt ein Foto, dass eine Billa-Kundin bei Twitter gepostet hat.

Damit will sie auf die Papierverschwendung hinweisen. Das Foto zeigt die Rückseite eines Billa-Kassenzettels, den die Twitter-Userin nach eigenen Angaben beim Kauf von gerade einmal fünf Produkten ausgedruckt bekommen hat. Man muss lange scrollen, bis man am unteren Ende des Fotos angekommen ist. Das 30 Zentimeter lange Lineal, das die Frau fürs Foto auf den Kassenzettel gelegt hat, reicht nicht aus, um dessen ganze Länge einzufangen: Es fehlen gute zehn Zentimeter.

Ausladender Billa-Kassenzettel verdutzt Twitter-User: #dassindmehrals30cm

Das Foto des ausladenden Kassenzettels überschreibt die Userin mit dem Hashtag #dassindmehrals30cm. „Da geht sich doch der erste Absatz eines großen, europäischen Romans der 2020er-Jahre aus. Muss nicht immer A4 Papier sein“, kommentiert ein Twitter-User ironisch unter das Foto. Ein anderer meint: „Und leider immer noch Thermopapier.“

Immer wieder kritisieren Ökonomen, dass Kassenzettel in den allermeisten Fällen auf Thermopapier gedruckt werden. Es enthält chemische Substanzen und darf nicht im Papiermüll entsorgt werden. Dazu sind die Bons oft unverhältnismäßig lang: „Weil sie neben den relevanten Daten oft auch Werbung, Gutscheine oder Rabattaktionen enthalten, können sie selbst bei kleinen Einkäufen bis zu 50 Zentimeter lang werden“, erklärt beispielsweise Lea Frank, Mitgründerin und Geschäftsführerin von anybill, einem Regensburger Unternehmen für digitale Kassenbons, in der Wirtschaftszeitung.

Billa: Mammut-Einkaufszettel nach Kauf von fünf Produkten: „Jö schau, so a Sau!“

Im Fall der Billa-Kunden waren es 40 Zentimeter. Bei Twitter sorgt das für Häme: „Dafür gibt es aber extra viele JÖ Punkte!“, kommentiert ein User und spielt damit auf die österreichische Version von Payback an, den jö Bonus Club. „Jö schau, so a Sau!“, meint er.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass ein Kassenzettel für Ärger sorgt. (jo)

Auch interessant

Kommentare