Beabsichtigt oder nicht?

Kaufland-Regale leergefegt: Kunden entsetzt - oder steckt dahinter ein cleverer Schachzug?

Leere Regale im Kaufland.
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Leere Regale im Kaufland.

Ein ganz normales Wochenende? Eher nicht, denn der 1. Mai sorgt dafür, dass der Samstag ein Feiertag ist. Das beeinflusst das Kaufverhalten der Menschen.

München - Der 1. Mai ist in Bayern für viele Menschen mit schönen Festlichkeiten verbunden. Das Aufstellen der Maibäume mit anschließendem Umtrunk und beieinandersitzen. Da werden Erinnerungen wach. Doch 2020 wie auch 2021 ist das nicht möglich. Die Pandemie lässt Menschenansammlungen nicht zu. Es gilt nur zu hoffen, dass Maifeiern 2022 wieder möglich sind.

Doch für das Wochenende, dass die meisten wohl wetterbedingt und aufgrund der vielen Auflagen aus der Politik in den heimischen vier Wänden verbringen, brauchen die Menschen Lebensmittel. Neben Aldi, Lidl, Edeka, Penny, Netto und Co. kaufen einige gerne auch bei Kaufland ein. Ein paar Konsumenten sind nun vom Verhalten ihrer Mitbürger schockiert und haben das fotografisch dokumentiert.

Kaufland: Leergeräumte Regale ärgern Kunden

Einer fotografierte die leeren Regale, und vor allem die Gemüse- und Obstabteilungen und versah es mit den Worten: „Was stimmt mit den Menschen nicht? Die Supermärkte sind nur EINEN Tag zu!!?“. Am 1. Mai einkaufen? Merkur.de hat die Möglichkeiten aufgelistet. Deutschlandweit haben Kunden nun die Erfahrung gemacht, dass die Regale wie leergefegt waren.

Leere Regale im Kaufland.

Fotos aus Biesdorf (bei Berlin) oder Dresden zeigen für viele das Ausmaß, wenn Samstag und Sonntag die Einkaufsmöglichkeiten begrenzt sind. Fairerweise muss man sagen, dass viele nur am Samstag einkaufen können, wenn sie unter der Woche schuften. Jedoch sind solche Bilder eher eine Seltenheit. Die Bilder vom Freitagnachmittag und Freitagabend gab es ebenso aus Sinsheim (Baden-Württemberg) und weiteren Städten. Die Kunden schreiben: „Ist das euer ernst?“.

Kaufland: Cleverer Schachzug oder unabsichtliche Nachhaltigkeit?

Doch andere Kunden verteidigen die leeren Obst- und Gemüseregale und vermuten einen cleveren Schachzug: „Man muss es sonst wegschmeißen“ oder „Morgen ist Feiertag, gibt Schlimmeres“. Und einer gibt den Kunden selbst die Schuld: „Es liegt nicht an Kaufland, sondern an den Konsumenten“. Die Frage stellt sich also: Warum sollte Kaufland auf Einnahmen verzichten? Nachhaltiger ist diese Art des Verkaufs auf jeden Fall. Ob beabsichtigt oder nicht. Unsere Redaktion hat bei Kaufland nachgefragt, die Antwort steht noch aus.

Im Video: 10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Wie dem auch sei: Über zwei Tage wird wohl niemand verhungern, der Freitagabend im Kaufland stand, egal wie leer die Obst- oder Gemüseregale sind. Mit einer Bestellung bei einem Lokal in der Nähe kann man auch die Wirtschaft unterstützen, bevor man verhungert. (ank)

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