„Ernsthaft, Kaufland?“

Krapfen-Zoff bei Kaufland: Kundin echauffiert sich über Katalog-Angebot

Eine Person beißt in ein mit Marmelade gefülltes Gebäck.
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Eine Person beißt in ein mit Marmelade gefülltes Gebäck.

Wie heißt das Gebäck denn nun wirklich? Darauf gibt es keine Antwort, sondern der Begriff variiert. Das kann jedoch für Verwirrung sorgen. Zuletzt bei Twitter.

  • Das Gebäckstück mit Marmeladenfüllung und Puderzucker ist in ganz Deutschland beliebt.
  • Doch bekannt ist das Gebäck unter verschiedenen Namen.
  • Ein Angebot von Kaufland sorgte für Verwirrung.

München - Pfannkuchen, Krapfen oder Berliner? Darüber, wie ein beliebtes Gebäckstück mit Puderzucker heißt, gibt es durchaus Kontroversen. Beliebt an Fasching - oder Karneval? -, an Silvester und auch das ganze restliche Jahr über. Gefüllt mit Himbeermarmelade ist es ein Genuss. Ein Puderzucker bedecktes Gesicht inklusive. Und ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedlich die gleichen Gerichte in verschiedenen Gebieten Deutschlands heißen können.

Geht man in der Hauptstadt in eine Bäckerei und bestellt einen Krapfen, können die Gesichter schon mal lang werden. Dann eben einen Berliner? Macht die Angelegenheit nur noch schlimmer. Denn richtig ist: Einen Pfannkuchen, bitte. Für nach Berlin Zugezogene ungefähr so verwirrend wie die Semmel/Brötchen/Wecken-Thematik. Man begibt sich auf gefährliches Terrain. Aber lernt schnell.

Kaufland sorgt für Verwirrung: Krapfen, Berliner, Kreppel oder Pfannkuchen? Von Ort zu Ort verschieden

In Berlin heißt es eben Pfannkuchen. In Köln sind es Berliner - wobei mit dem Begriff außerhalb Berlins die meisten was anfangen können. In München sind es Krapfen. Und in Frankfurt Kreppel. Allein der Krapfen, das ist ja wieder in Köln etwas völlig anderes als in München. Und ein Pfannkuchen ist außerhalb Berlins platt und wird - wie der Name besagt - in der Pfanne gebacken.

Das Schöne ist jedoch: Sprache ist facettenreich, stets im Wandel - und bietet genügend Platz für dialektale Variationen. Doch erst kürzlich entbrannte wegen eines Kaufland-Angebotes dann doch wieder die alte Diskussion. Denn die Kette bot an: Berliner Pfannkuchen. Das war dann für manche Twitter-Nutzer:innen zu viel des Guten.

Berliner Pfannkuchen: Kaufland sorgt für Verwirrung - Für Twitter-Nutzer:innen ist das zu viel

„Pfannkuchen? Wenn ihr es denn unbedingt so nennen wollt. Eigentlich sind das ja Berliner Ballen. Aber Berliner Pfannkuchen?!? Berliner Pfannkuchen!?! Ernsthaft, Kaufland?“, fragt eine Twitter-Nutzerin scheinbar entsetzt. Und bringt nebenbei noch eine weitere mögliche Bezeichnung des Gebäcks ein: Berliner Ballen.

Das Angebot eigens für den „Altweiber“-Fasching kommt bei ihr nicht besonders gut an. Und offenbar wollte Kaufland auf Nummer sicher gehen und benutzte einfach beide Begriffe - in Kombination. Berliner Pfannkuchen. Zumindest nicht Berliner Ballen Krapfen Kreppel Pfannkuchen. Wobei zu erwähnen ist: Auf Wikipedia steht ebenfalls „Berliner Pfannkuchen“. (aka)

Ein Kaufland-Kunde hat ein Foto veröffentlicht und damit einen Streit entbrennen lassen. Gelassen bleibt dabei nur die Supermarkt-Kette selbst.

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