„Ich frage mich, wie ...“

Kaufland: Foto sorgt für Knatsch auf Facebook - Kunde spricht ganz typisches Problem an

Ein Kaufland-Kunde hat ein Foto veröffentlicht und damit einen Streit entbrennen lassen. Gelassen bleibt dabei nur die Supermarkt-Kette selbst.

  • Auf der Facebook-Seite von Kaufland ist ein Streit entbrannt.
  • Grund ist herumstehende Pappe in einer Filiale.
  • Die Kunden sind unterschiedlicher Meinung.

Rostock - Ein Foto aus einer Kaufland-Filiale sorgt für Zündstoff auf der Facebook-Seite der Supermarkt-Kette. Ein Kunde hatte es am Freitag, 8. Januar dort gepostet. „Hallo Kaufland-Team“, schreibt er. „Man wird ständig beim Einkaufen daran erinnert, Abstand zu halten. Ich frage mich, wie soll man es machen, wenn überall Paletten und die vollen Pappbehälter stehen, aber kein Mitarbeiter zu sehen ist?“

Er spricht mit der Beobachtung ein verbreitetes Problem an. Natürlich müssen die Supermarkt-Mitarbeiter, die in der Corona-Zeit ohnehin einen extraharten Job haben, für Nachschub der Ware sorgen. Und natürlich müssen dafür die Paletten in den Gängen stehen, das geht nicht anders und ist im Sinne der Kunden, damit diese wie gewohnt volle Regale vorfinden. Ob man es aber besser lösen kann, darum entbrennt ein Streit bei Facebook.

Kaufland reagiert auf Beschwerde - mit großer Gelassenheit

Kaufland selbst reagiert schnell und gelassen. „Vielen Dank für deinen Kommentar“, schreibt das Social-Media-Team. „Es tut uns sehr leid, dass dir die Filiale nicht so gut gefällt. Vor allem die Paletten und Pappbehälter. Wir sind stets um die schnellste Entsorgung bemüht. Daher würden wir dein Feedback gern als Anregung weitergeben. Schreibe uns doch deine E-Mail Adresse per Direktnachricht und die Filiale, damit wir dein Feedback an unser Kundenmanagement weitergeben können. Dieses kann dich dann direkt erreichen.“

Andere bekommen sich unter dem Beitrag hingegen in die Haare. „Wie sollen die Mitarbeiter sonst einräumen? Wenn die Regale leer sind, wird auch gemeckert. Dass keiner in dem Moment da war, kann viele Gründe haben: Pause, etwas aus dem Lager holen, Kunden was zeigen usw“, belehrt eine Nutzerin, die - so macht es den Anschein - vielleicht selbst in der Branche tätig ist. „So ein Kommentar kann auch nur von jemanden kommen, der keine Ahnung von der Materie hat oder überhaupt jemals gearbeitet hat“, schimpft ein anderer User.

Kaufland: Foto lässt Streit auf Facebook-Seite entbrennen

Ein weiterer Kaufland-Fan hat einen Vorschlag, der in der Corona-Zeit ohnehin an sehr vielen Stellen gilt, um die Abstände einzuhalten - auch auf Gehwegen etwa. „Wie wäre es, einfach mal einen kurzen Augenblick zu warten, um dann unbesorgt in den Gang zu gehen? Zeit zum Knipsen hattest du ja auch.“

Der Kunde, der sich ursprünglich beschwert hatte, legt nach: „Gegen das Einräumen und Pappewegräumen am Tage sag ich nichts, habe auch schon im Einzelhandel gearbeitet / mir geht‘s darum, dass keiner da war und wenn man Pause hat, kann man die Palette und den Pappwagen mit ins Lager nehmen damit der Platz im Laden wieder frei ist.“

So hatte der Knatsch am Ende doch ein Gutes - er hat für verschiedene Dinge sensibilisiert. Für den nicht einfachen Job der Supermarkt-Mitarbeiter. Und dafür, dass man im Zweifel einfach etwas Rücksicht und Geduld walten lassen sollte, um die wichtigen Corona-Abstände einzuhalten. Eine skurril-schockierende Entdeckung machte eine Lidl-Kundin an einem Pfandautomaten. (lin)

Rubriklistenbild: © Facebook

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