Kunden uneins, Handelskette reagiert offen

Auf Kaufland-Foto folgt öffentliche Kontroverse: „Solche Leute sind die ersten, die ...“

Eine Kundin machte in einer bayerischen Kaufland-Filiale eine recht ungewöhnliche Entdeckung. Der Supermarkt reagierte und räumte plötzlich einen Fehler ein.

  • Eine Kundin von Kaufland wandte sich mit einem Foto auf Facebook an die Supermarkt-Kette.
  • Darin bemängelte sie die mangelhafte Auswahl an Obst und Gemüse am Samstagnachmittag.
  • Das Unternehmen antwortete überraschend offen auf die Beschwerde.

München - Filialen der Supermarkt-Kette Kaufland finden sich mehr als 600 Mal in Deutschland, weshalb Kunden ab und zu ungewöhnliche Entdeckungen machen. An der Ostsee machte ein Kunde vor Kurzem auf die Abstandsregeln aufmerksam, die in der betroffenen Filiale nicht einzuhalten waren. Nun wandte sich eine Kundin aus Bayern mit einem merkwürdigen Foto über Facebook an das Unternehmen.

Kaufland: Kundin beschwert sich über Abteilung - Supermarkt reagiert überraschend

„Hallo liebes Kaufland, sagt mal ist das euer Ernst, wie es hier beim Obst und Gemüse in Regensburg (Friedenstaße) aussieht?“, legt die erboste Kundin in ihrem öffentlichen Facebook-Post los. „Alles ist leer, und das was noch da ist, ist vergammelt, und es will niemand haben“, schreibt sie neben das Beweisbild, das am Samstag, den 16. Januar gegen 16 Uhr entstanden sein soll. Es soll sich zudem nicht um einen Einzelfall handeln, der Kundin zufolge sehe es „regelmäßig so aus“.

Die Kette, die zuletzt mit Kostümen im Sortiment vor Verwunderung sorgte, reagierte auf den Beitrag der aufmerksamen Kundin und zeigte sich einsichtig. „Wir können deinen Unmut sehr gut verstehen und möchten uns dafür entschuldigen, dass es in der Filiale offensichtlich Handlungsbedarf gibt“, schreibt das Neckarsulmer Unternehmen. „Weiterhin möchten wir dein Feedback gerne an unser Kundenmanagement weiterleiten“, schreibt Kaufland - die Kritik ist wohl angekommen.

Kaufland: Nutzer schlagen sich auf Seite des Supermarkts - „Solche Leute sind die ersten,...“

Einige Nutzer schlagen sich jedoch auf die Seite des Supermarkts und verteidigen Kaufland unter dem Beitrag. „Erwartest du, dass vor dem Wochenende bis 22 Uhr alles voll ist? Früher aufstehen, eher einkaufen gehen, Alternativen überlegen, wären doch gute Ideen, oder?“, schreibt ein gereizter Kaufland-Fan. Doch die Kundin entgegnet: „Wenn Öffnungszeiten bis 20 Uhr, erwarte ich auch dass ein Großteil der Produkte auch verfügbar ist. Sonst können sie ja gleich um 12 Uhr schließen.“

„Der Laden hat seit wann auf? Dann kann das schon vorkommen. Zumal darauf Sonntag ist, und wenn dann zu viel übrig ist, das in die Tonne fliegt“, meint ein weiterer Kunde. Andere pflichten ihm bei. „Vier Stunden vor Ladenschluss ist das völlig okay, nicht mehr die volle Auswahl zu haben“, schreibt ein Nutzer und hat noch einen Seitenhieb parat. „Solche Leute sind die ersten, die sich beschweren, wenn es um Lebensmittel-Verschwendung im Einzelhandel geht“, meint der Facebook-User unter dem Beitrag der Kundin. So entfacht das Foto einen Facebook-Streit - und die Kunden werden sich am Ende nicht einig. (ajr)

Rubriklistenbild: © Facebook

Auch interessant

Kommentare