„Wie Gehirnwäsche“

Kaufland-Kunde von Detail gestört - und auch die Angestellten tun ihm leid

Ein Lautsprecher an der Decke eines Supermarktes
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Werbe- und Musikuntermalung im Supermarkt? Das kam bei einem Kaufland-Kunden gar nicht gut an.

Beim Einkaufen ärgerte sich ein Kunde über ein ganz bestimmtes Detail. Er macht seine Genervtheit öffentlich - dann fallen ihm noch stärker Betroffene ein.

Leipzig - Werbung, diverse Musiktracks, die poppig angehaucht sind oder genau so gut in einem Aufzug laufen könnten und gelegentlich eine Durchsage, dass doch bitte Kasse drei besetzt werden soll: So oder so ähnlich dürfte sich die Geräuschkulisse in vielen Supermärkten deutschlandweit gestalten. Dabei wird der Sound beim Einkaufen von den unterschiedlichen Anbietern jeweils individuell gehandhabt, wie die dpa vor einiger Zeit berichtete: Während es bei Rewe sogar einen ganz eigenen Radio-Sender für die Märkte gibt, setzt beispielsweise Aldi weiterhin auf einen Einkauf ohne Hintergrundmusik.

Kaufland-Ärger: Kunde empfindet Beschallung „wie Gehirnwäsche“

Für einen Kunden der Supermarkt-Kette Kaufland wurde die auditive Untermalung während seines Einkaufs jetzt zum Ärgernis. Auf Facebook macht er seinen Emotionen Luft und wird dabei ganz konkret: Wenn er einen offensichtlich signifikanten Werbespruch noch einmal hören müsse, reiße er „die Lautsprecher im Kaufland aus der Wand“, so sein Versprechen. Offensichtlich werden die Werbetracks, die dem Mann zuwider sind, im betroffenen Laden durchaus häufiger gespielt: „Wenn man da jede Woche einkauft, dann ist das wie Gehirnwäsche“, meint er - „diese unerträgliche Psychomugge geht gar nicht“, wendet er sich dann direkt an den Supermarkt-Riesen. Er selbst bevorzuge Läden, in denen keine Musik läuft, der Einkauf dort sei „sehr entspannt“.

Kaufland: Auch die Angestellten tun dem Kunden leid

Während er in den Kommentaren zu seinem Post humorvolles Verständnis für seinen Gefühlsausbruch erntet, fällt ihm dann noch eine weitere Gruppe ein, die die umstrittenen Werbetracks wohl noch deutlich häufiger zu hören bekommt: „Die armen Angestellten erst!“ Tatsächlich dürften die Mitarbeiter:innen der Filiale während ihrer Schichten wahrscheinlich die ein oder andere Wiederholung im Programm erleben - vielleicht sorgt das ja aber mit der Zeit auch für eine wachsende Gleichgültigkeit gegenüber der Beschallung. (eu)

Im Online-Shop von Kaufland sorgte zuletzt ein angebotenes Kinderspielzeug für heftige Kritik. Eine witzige Panne passierte hingegen in einer Filiale an der Kasse.

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