Supermarkt entschuldigt sich

Kaufland-Kunde wütet: „Noch nie etwas von einer Corona-Pandemie gehört?“

Kunden stehen in der Schlange an der Kasse von einem Supermarkt oder Discounter.
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Corona-Regeln? - Nicht bei Kaufland

Die geltenden Corona-Regeln scheint eine Kaufland-Filiale in Köln wenig ernst zu nehmen. Was dort abgeht und was ein wütender Kunde dazu zu sagen hat, erfahren Sie hier.

Ehrenfeld - Während in den meisten Supermärkten nach wie vor strenge Corona-Regeln gelten, um auch weiterhin ein sicheres Einkaufen zu ermöglichen, scheint das in einer Kaufland-Filiale im Kölner Stadtbezirk Ehrenfeld nicht immer wie geplant von statten zu gehen. „20 Meter habe ich es ins Kaufland geschafft, dann habe ich kehrt gemacht“, wettert ein enttäuschter Kunde bei Facebook.

Kaufland-Filiale und Corona-Regeln: „Hier dürfen alle rein, so viele wie nur möglich“

In seinem Post äußert sich der wütende Kunde vor allem über die Missachtung der Regeln, die die Maximalzahl an Kunden regulieren sollen: „Ich dachte, es dürfe nur eine bestimmte Anzahl Leute in einen Supermarkt?“. So sollte es ja eigentlich auch sein - anscheinend jedoch nicht im Kaufland Ehrenfeld: „Hier dürfen alle rein, so viele wie nur möglich!“.

Enttäuschung bei Kaufland: „Mindestabstände? Fehlanzeige!“

Eine Kontrolle der Kunden-Anzahl - beispielsweise mithilfe der Einkaufswägen - gäbe es nicht. Der Mindestabstand von zwei Metern, um den Kaufland mit einem Hinweis auf der Website sogar selbst bittet? - „Noch größere Fehlanzeige!“ Zudem wären drei Kassen geöffnet gewesen, was die Verweildauer im Supermarkt natürlich immens erhöht. Bei einer überschaubaren Menge an Kunden wäre das ja kein Problem, bei einer Situation wie im Kaufland Ehrenfeld aber wohl ein vermeidbares Risiko. „Nie mehr Kaufland!“, schließt der wütende Kunde sein Statement.

Missachtete Corona-Regeln in Kaufland-Filiale: Scheinbar keine Ausnahme

Leider scheint die beschriebene Situation auch in anderen Kaufland-Filialen ähnlich zu sein. Ein Kunde äußerte sich bereits über die Nicht-Einhaltung der Mindestabstand-Regeln in seinem örtlichen Supermarkt - wofür sich die Einzelhandelskette auch prompt entschuldigte.

Auch in den Kommentaren des Beschwerde-Posts aus Ehrenfeld ist von weiteren Kaufland-Standorten die Rede, an denen angeblich vergleichbare Zustände herrschen. Zwar berichtet ein User auch von Filialen, die sich an die Corona-Regeln halten würden - dies sei aber möglicherweise nur die Reaktion auf eine Verwarnung des Ordnungsamtes.

„Nie mehr Kaufland!“: Einzelhandelskette antwortet auf Beschwerde von enttäuschtem Kunde

Bereits wenige Zeit nachdem der Post online ging, meldete sich Kaufland zu Wort. Es sei das oberste Ziel des Unternehmens „Mitarbeiter und Kunden zu schützen und entsprechende Maßnahmen einzuhalten“. Man entschuldige sich für die Erfahrung, die der Kunde machen musste und würde die Beschwerde weiterreichen.

Kaufland und Corona-Regeln: Nur leeres Gerede?

Trotz der enttäuschenden Lage in mehreren Filialen predigt Kaufland selbst nach wie vor die Regeln, die Kunden beim Einkauf derzeit einhalten sollten. Der Mindestabstand müsse gewahrt werden, man solle bargeldlos bezahlen und Hamsterkäufe vermeiden. Selbst Schnelltest-Zentren werden vor Ort angeboten. Der Appell an den Kunden ist dabei, den Einkauf „für alle so bequem wie möglich zu machen“. (le)

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