Leere Regale in Supermarkt

„Kaufland, so langsam platzt mir der A****“ - Kunde erntet viel Spott für Beschwerde

Ein leeres Backwaren-Regal in einer Kaufland-Filiale. Nur ein Brot ist noch da.
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Bei Kaufland steht man nicht gerne vor leeren Regalen.

Häufig stehen Arbeitszeiten einem ausführlichen Einkauf nach Feierabend im Weg. Einem Kunden im Kaufland Prenzlau platze deshalb nun der „Ar...h“

München - Wer kennt es nicht? Man beginnt den Arbeitstag sehr früh und hat nach Feierabend nicht mehr alle Zeit der Welt, um noch vor Ladenschluss durch den Supermarkt zu huschen und für ein gutes Abendessen die benötigten Lebensmittel zu ergattern. Zumindest in Bayern, wo die Läden pünktlich um 20 Uhr die Pforten schließen. Anders sieht es da im nördlichen Bundesland Brandenburg aus. Dort dürfen Verkaufsstellen nach dem Brandenburgischen Ladenöffnungsgesetz (BbgLöG) von 0-24 Uhr geöffnet haben. Durchgehend also. Die Kaufland-Filiale in Prenzlau, eine Gemeinde in Brandenburg, hat zwar nicht durchgehend geöffnet, bedient seine Kunden allerdings an sechs Tagen in der Woche von 07 bis 22 Uhr. Einem ihrer Kunden war das aber nicht genug und er machte seinem Ärger auf Facebook Luft.

Der Facebook-Nutzer beschwerte sich in dem Netzwerk darüber, dass es kein frisches Brot mehr an der Backtheke gebe, wenn er um 19 Uhr aus der Arbeit zum Einkaufen kommen würde. Nicht nur unterstrich er seinen wütenden Post mit einem Bild, sondern unterstellte den Mitarbeitern auch Faulheit oder die Unfähigkeit das Regal ordnungsgemäß wieder aufzufüllen und die dafür benötigten Backwaren zu backen. Ihm selber platze deshalb „so langsam der Ar...h“. Die Reaktion anderer Nutzer der Plattform lies nicht lange auf sich warten.

„Deine Probleme möcht ich haben.“

Zwar fand der erzürnte Kunde teilweise auch Zuspruch, das Groß der Kommentare war allerdings weniger verständnisvoll. Von Häme und Unverständnis bis hin zu Empörung decken die Beiträge der anderen Nutzer alles ab. „Datt Kürbiskern is zu jesund, wa?“ - lässt jemand verlauten und spielt damit auf den letzten verbleibenden Laib Brot im Regal an. Auch werden Töne laut, dass man sich auch einfach mal mit dem zufrieden geben müsse, was man geboten bekomme, da auch Kaufland nicht immer alles anbieten kann, vor allem nicht zu späteren Zeiten des Tages. Neben den Kommentaren, die den Mann ebenso offen angreifen und beleidigen, wie es sein ursprünglicher Beitrag getan hat, gibt es aber auch versöhnliche Töne, die zu erklären versuchen, dass es doch etwas Gutes sei, wenn am Ende des Tages keine Lebensmittel weggeworfen werden müssten und deshalb der Backbetrieb zeitig eingestellt wird.

„Das ist absolut ärgerlich und tut uns leid.“

In die Diskussion, die zeitweise sogar die Glaubwürdigkeit des Mannes in Frage stellt, mischt sich schließlich der Kundenservice von Kaufland ein und entschuldigt sich für den Umstand. Sie verstehen das Anliegen des Mannes und auch sie erklären, dass sie leider nicht immer die volle Bandbreite an Waren zu jeder Zeit gewährleisten können. Zudem versuchen sie dem Mann mit Rat zu Seite zu stehen und verweisen auf die abgepackten Backwaren, die im Sortiment zu finden seien. Zuletzt bitten sie den Kunden ihnen seine Email-Adresse zukommen zu lassen über die Nachrichtenfunktion des Social-Media-Dienstes Facebook, sodass mit ihm Kontakt aufgenommen werden könne und eine gemeinsame Lösung für die Problematik gefunden wird. Ob der Kunde dem Angebot nachgekommen ist und wie das daraus resultierende Gespräch verlaufen sein könnte, darüber kann man nur spekulieren. Sicher ist jedoch, dass nicht immer alle Kunden Probleme mit den Produkten so ernst nehmen wie es hier der Fall war.

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