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Kaufland-Produkt sorgt für Empörung: „Unnütz“

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Rührei aus dem Tetra-Pak: Das sorgte bei einer Kaufland-Kundin für Empörung.
Rührei aus dem Tetra-Pak: Das sorgte bei einer Kaufland-Kundin für Empörung. © twitter.com/HelenOrgis

Ein Produkt bei Kaufland sorgt bei Twitter für Diskussionen: Rührei aus dem Tetra-Pak. User prangern an, dass der Supermarkt nicht zu den eigenen Vorgaben steht.

München - Nachhaltigkeit ist in aller Munde: In kaum einem Markt wird nicht damit geworben, dass die Produkte die Natur nicht zu sehr belasten oder gar den Klimawandel bekämpfen. Auch Kaufland bildet da keine Ausnahme. Eine Kundin echauffiert sich nun an einem Produkt, das konträr zum Nachhaltigkeits-Credo steht.

Der Kundin ist in Plastik abgepacktes Rührei ein Dorn im Auge: „Ich frage mich, wie ein Unternehmen, dass sich angeblich ernsthaft der nachhaltigen Sortimentsgestaltung verschrieben hat, so einem unnützen Produkt Platz in seinen Regalen einräumen kann?“, schreibt sie bei Twitter.

„Plastikmüll statt Naturware?“, führt sie weiter aus: „Das ist Greenwashing statt Zero Waste.“ Offenbar missfällt es ihr, dass man Hauptzutat für Rührei auch ohne Verpackung kaufen kann - Eier. Dazu postet sie ein Foto von Kauflands Website, auf der der Markt über die „Verantwortung gegenüber unserer Umwelt“ schreibt, „gerade im Hinblick auf Klimawandel, Ressourcenknappheit und Artenvielfalt ist das wichtiger denn je. Deshalb achten wir besonders auf eine nachhaltige Gestaltung unseres Sortiments.“

Kundin regt sich über Kaufland auf: „Hier geht es um Fast Food für Faule“

Ein Kommentator bemerkt, dass der Markt andere Absichten haben könnte: „Rührei aus dem Tetrapak kann, wie zum Beispiel abgepackte Zwiebeln in Würfeln, gerade für Menschen mit Handicap eine echte Erleichterung sein.“

Doch das will die Kundin nicht gelten lassen: Sie stimmt zwar zu, nur bezweifelt sie, „dass Kaufland diese Produkte aus Nächstenliebe als Massenware anbietet. Auf der Website wird geworben mit ‚im Handumdrehen‘ ‚kinderleicht‘, ‚verzehrfertig‘.“ Ihr Urteil: „Hier geht es um Fast Food für Faule.“

Dass Eier, den Tierschutz an sich außen vor gelassen, generell nicht gut in der Klimabilanz abschneiden, bemerkt keiner der User: Laut dem Tierschutzbund WWF sind 1 Kilo Eier für 2 Kilo Kohlendioxid in der Atmosphäre verantwortlich (zum Vergleich: Obst und Gemüse 1 Kilo CO2 pro Kilo, Butter 14,77 Kilo CO2 pro Kilo, Rindfleisch 20,65 Kilo CO2 pro Kilo). (cg)

Volltreffer im Kaufland: Ein Münchner brachte sein Leergut zurück, was ihm exakt die Summe einbrachte, die sein Einkauf wert war. Der Glückspilz will jetzt sein Glück beim Lottospielen versuchen.

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