Nachfolger vom Wendler

„Werde nie mehr zu Kaufland gehen“ - Kunden wegen neuer Werbeperson entsetzt

Kaufland hatte Michael Wendler, der nach kurzer Zeit schon wieder weg vom Fenster war. Nun gibt es eine neue Werbeperson - und die gefällt manchen gar nicht.

München - Prospekte, Rabatt-Aktionen, billige Angebote, einmalige Produkte oder eben beispielsweise Werbepersonen. Das sind nur ein paar Gründe, warum Menschen in einen bestimmten Supermarkt gehen. Ob Nähe oder Erreichbarkeit, manchmal fährt oder geht man eben noch ein paar Meter weiter, um in dem Lieblingsgeschäft einzukaufen. Um noch mehr Kunden anzuziehen, hat nun Kaufland sich eine besondere Person geangelt. Nicht zur Zufriedenheit aller Kunden.

Kaufland mit Knossi: Einige Kunden ziemlich wütend

Auf Twitter wütet ein potenzieller Kunde: „Werde nie wieder zu Kaufland gehen“. Ganz schön drastische Worte beim Aufschlagen des Prospekts. Ob das nötig ist? Ein anderer fragt Kaufland direkt: „Ernsthaft?“ - und das ist noch nicht das Ende des Entsetzens im Netz, wie auch heidelberg24.de* berichtet. Derjenige, der jetzt Geld von Kaufland kassiert, um sein Gesicht für den Supermarkt herzuhalten ist kein geringerer als Knossi*, der mit bürgerlichem Namen Jens Knossalla heißt. Bekannt wurde der 34-Jähriger durchs Fernsehen.

Neben seinen diversen kleinen Nebenrollen in Pseudo-Dokus hat Knossi vor allem durchs Pokerspielen auf sich aufmerksam gemacht. Sein endgültiger Durchbruch gelang ihm dann mit seinem Twitch-Kanal. Auf Twitch streamen Zocker ihr Computer- oder Konsolen-Spiel live und kommentieren dazu. Knossi wurde vor allem bekannt, weil er Poker wie auch Online-Automaten spielte. Aus dem „Automaten-Game“ zog sich Knossi zurück - wohl wegen seines Rufs. Jan Böhmermann hatte im Neo Magazin Royale auch mal gegen Knossi und die Verherrlichung des Spielens wie der Spielsucht gewettert.

Im Sommer 2020 knackte Knossi einige Rekorde, als er 72 Stunden einen Angel-Ausflug mit unter anderem Sido live streamte. Knossi brachte auch einige Sinlges raus und versuchte sich als Musiker.

Kaufland findet: „Das Outfit steht ihm ziemlich gut“

Das ist wohl der Versuch von Kaufland, vor allem das junge Publikum und junge Kunden für sich zu gewinnen. Zumindest bei einigen Usern scheint Knossi, der sich der „König des Internets“ nennt und auch in seinen Streams häfuig eine Krone trug, als „König von Kaufland“ doch ganz gut anzukommen. „Einfach der allerechte Knossi auf dem Cover vom Kaufland Prospekt“, kommentiert einer das Bild des Streamers auf Twitter, als er den Katalog sieht. Ob Kaufland mit dem PR-Gag Erfolg hat oder nicht, wird man sehen.

Video: Vergleich mit Coronavirus - Knossi feuert gegen Mark Forster

Einen PR-Gag leistete sich Amazon nicht, ganz im Gegenteil. Der Konzern-Riese wurde plötzlich mit Adolf Hitler in Verbindung gebracht. Warum? Die Gestaltung eines Icons einer App sorgte für einen großen Shitstorm. (ank) *tz.de, heidelberg24.de und ingame.de sind Angebote der IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Screenshot Kaufland Werbeprospekt

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