Viele Schüler noch in Klinik

Insektengift im Schulessen: 22 Kinder tot

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Einige erkrankte Kinder liegen noch immer im Krankenhaus - zehn von ihnen befinden sich in einem ernsten Zustand

Patna - Reis, Linsen und Gemüse sollten die Grundschüler im Osten Indiens stärken. Doch nach dem gemeinsamen Mittagessen leiden die Kindern unter Schmerzen, viele werden bewusstlos. 22 von ihnen sterben.

Nach dem Verzehr von giftigem Essen in einer Grundschule in Ostindien ist die Zahl der toten Kinder auf 22 gestiegen. Kriminalexperten haben nach offiziellen Angaben Spuren von Insektengift in den Zutaten gefunden. Neun Schüler der staatlichen Grundschule in Saran im Bundesstaat Bihar starben bereits am Dienstag, zwölf weitere in der Nacht zum Mittwoch.

Alle 46 Kinder, die an der Schulspeisung teilnahmen, klagten nach dem Essen über Bauchschmerzen, viele mussten sich übergeben und wurden bewusstlos. Die Kinder sowie die Köchin wurden in Krankenhäuser gebracht - doch 14 Mädchen und acht Jungen schafften es nicht. Die Todesopfer waren zwischen fünf und zehn Jahre alt. Die Ärzte gingen von einer Vergiftung durch ein Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel aus, sagte der Amtmann der Region, Abhijit Sinha. Zwei Kinder befanden sich am Mittwochabend (Ortszeit) noch in kritischem Zustand.

Eine Untersuchung soll nun zeigen, ob das Essen verunreinigt war oder absichtlich vergiftet wurde. Die Regierung des Bundesstaates versprach den Familien der Opfer jeweils eine Entschädigung von umgerechnet etwa 2500 Euro. Hunderte wütende Menschen protestierten in Saran, einige randalierten. Die Schulleiterin ist untergetaucht, gegen sie wird ermittelt.

In Indien erhalten etwa 120 Millionen Kinder kostenlose Mahlzeiten. Die Schulspeisungen waren eingeführt worden, damit arme Eltern ihre Kinder in den Unterricht schicken. In Bihar seien dabei immer wieder verdorbene und minderwertige Lebensmittel verwendet worden, sagte Jagdambika Pal, Sprecher der auf Bundesebene regierenden Kongresspartei. Die Nachrichtenagentur IANS berichtete von weit verbreiteter Korruption in dem armen und bevölkerungsreichen Bundesstaat.

dpa

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