18-jährige Reiterin verurteilt

Luxus-Karren geklaut: Hübsche Olympia-Hoffnung muss in Knast

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Sie lebte einen Mädchentraum: Hübsch, studiert und eine begabte Reiterin mit Aussichten auf eine Olympiateilnahme. Doch die 18-jährige Kirstie C. lebte ein Doppelleben.

Kent - Es war ein bizarres Dopelleben, das die 18-jährige Kirstie C. führte. Scheinbar lief bei ihr alles perfekt. Sie sah gut aus, studierte und war als Reiterin derart talentiert, dass Chancen auf eine Olympiateilnahme bestanden. Doch ihre Olympiaträume sind nun vorbei, nachdem sie als Mitglied einer professionellen Bande von Autodieben zu einer Jugendhaftstrafe von zwei Jahren verurteilt wurde.

Wie die Daily Mail berichtet, überzog die achtköpfige Gang, deren Mitglieder zwischen 16 und 21 Jahren alt sind, den Südosten Londons und die Grafschaft Kent mit einer Serie von insgesamt 33 Autodiebstählen. C. fuhr bei 18 der Taten die übrigen Mitglieder der Bande zu den Häusern ihrer Opfer. Sie hatten es gezielt auf die Eigentümer von teuren Autos abgesehen. In deren Häuser brachen sie ein und beschafften sich die Schlüssel der Fahrzeuge.

Dann brausten sie damit davon und verfuhren nach Belieben mit ihrer Beute. Manche Autos wurden verkauft, andere ausgeschlachtet um an Ersatzteile zu kommen. Manche wurden auch einfach das Ziel ungebremster Zerstörungsfreude. Die Jung-Kriminellen demolierten die Fahrzeuge und zündeten sie dann an. Laut der Mail flog die Bande auf, weil eine Überwachungskamera das Kennzeichen von C. erfasste, als sie in einem Konvoi aus gestohlenen Autos mitfuhr.

C.s Verteidiger argumentierten laut der Sun, dass sie zum Zeitpunkt der Taten zwischen Juni und August 2016 unter „Trauma, Qualen und Stress“ gelitten habe. Ihr Vater war unheilbar krank und lag im Sterben. Kirstie C. selbst sagte, sie habe nichts von den kriminellen Aktivitäten der übrigen Bandenmitglieder gewusst. Sie habe auch lediglich Geld für das bei ihren Fahrten zu den Tatorten verbrauchte Benzin erhalten.

Doch davon ließ sich die vorsitzende Richterin nicht beeindrucken. „Ich habe die persönlichen Aussagen der Opfer gelesen und sie machen es, wenig überraschender Weise, deutlich, wie schlimm sie von diesen Verbrechen betroffen sind“, so die Juristin. „Zum Sachschaden und dem Verlust ihres Autos kommt noch das Eindringen in ihr Haus.“ C. soll bei der Verkündung ihrer Verurteilung zu zwei Jahren Haft fassungslos gewesen sein. Auch die übrigen Bandenmitglieder erhielten Haftstrafen.

hs

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