1. tz
  2. Welt

Das sind die sieben ungesündesten Lebensmittel, die es laut Experten gibt

Erstellt:

Von: Anna Lehmer

Kommentare

Rührei mit Speck und französischem Toast auf einer Gusseisenpfanne.
Gebratener Speck ist lecker, aber ungesund. Bestimmte Lebensmittel sollten auf dem Weg in ein gesünderes Leben vermieden werden. © Peteer / PantherMedia / IMAGO

Die Liste der ungesunden Lebensmittel ist lang. Einige Snacks und Getränke gelten dabei als pures Hüftgold und sollten vermieden werden.

München - Zu fettig, zu viel Zucker oder zu verarbeitet: viele Lebensmittel gelten als Gift für den Körper. Sie machen die Menschen über lange Zeit krank, ohne dass es bemerkt wird. Die schlimmsten Übeltäter sind oft abgepackte Fertigprodukte, die gerne Kalorien liefern, aber keine Nährstoffe. Auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil sollten deshalb laut Experten nachfolgende sieben Lebensmittel vermieden werden.

Ungesunde Lebensmittel: Speck ähnlich schädlich wie Tabak

Knusprig gebratener Speck ist ohne Zweifel verboten lecker. Doch was viele nicht wissen: Die Köstlichkeit ist ein wahrer Übeltäter. Dr. Reyzan Shal, Ärztin für Innere Medizin und Allgemeinmedizin, weist im Gespräch mit der New York Post darauf hin, dass die Weltgesundheitsorganisation Speck im Hinblick auf die Krebsentstehung in die gleiche Kategorie wie Tabak eingestuft hat. Speck würde gesunde Zellen in Krebszellen verwandeln und sei genauso schädlich wie Zigaretten. Für die Medizinerin ist es ein großes Rätsel, warum man die Menschen vor dem Konsum von Tabak warne und die Gefahr durch Speck vertusche.

Verarbeitetes Fleisch ungesund: Putenspeck sollte weniger konsumiert werden

Speck-Liebhaber müssen besonders stark sein, denn laut Dr. Shali gibt es keine wirkliche Fleisch-Alternative zu Speck. Auch Putenspeck ist keine gesunde Wahl. Das Fleisch sei durch die hohe Verarbeitung schlecht für die Gesundheit. Allgemein gilt, dass jede Art von verarbeitetem Fleisch, sei es Schinken oder Salami, nicht zwingend gut für den Körper ist. Bei Speck macht es somit keinen Unterschied, ob man den Inhalt ändert. Es ist und bleibt verarbeitetes Fleisch.

Frittierte Lebensmittel als wahre Kalorienbomben

Besonders in den USA sind sie beliebt: Frittierte Lebensmittel. Diätassistentin Angela L. Lago warnt im Interview mit der New York Post davor, zu viel davon zu konsumieren. Frittiertes enthalte in der Regel mehr Fett, Salz und Kalorien als andere Gerichte. Das könne sich negativ auf das Herz auswirken und erhöhe das Risiko von Fettleibigkeit, so die Expertin. Es sei allerdings von großer Bedeutung, in welchem Öl die Lebensmittel frittiert werden. „Vor allem in Restaurants und Fast-Food-Betrieben werden häufig Transfette verwendet, die mit Herzkrankheiten, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit in Verbindung gebracht werden“, sagt Lago. Als Alternative schlägt sie vor, Lebensmittel zu Hause in Oliven- oder Avocado-Öl zu braten oder eine Heißluftfritteuse zu verwenden.

Ungesunde Lebensmittel: Kartoffelchips enthalten oft billige Fette

Es dürfte wohl keine große Überraschung sein, doch Chips sind ungesund. Die medizinische Beraterin Dr. Andrea Paul erklärt, warum die beliebten Snacks aus Kartoffeln bei ihr verpönt sind: „Chips sind aus einer Reihe von Gründen bekannt dafür, ungesund zu sein. Sie sind nährstoffarm und enthalten viele billige Fette und Natrium“, sagt sie. „Das ist natürlich von Marke zu Marke unterschiedlich, aber gesundheitsbewusste Verbraucher sollten Chips als Snack vermeiden.“ Als gesündere Alternative schlägt sie Nüsse oder Gemüsesnacks vor. Doch auch hier müssen Verbraucher aufpassen, denn es gibt gesunde Snacks, die gar keine sind.

Zuckerzusätze als Ursache für Stoffwechselkrankheiten

Verpackte Lebensmittel enthalten gerne zu viel Zucker. Dr. Paul rät deshalb: Sind auf der Nährwerttabelle Zuckerzusätze angegeben, sollte man die Finger davon lassen. „Zuckerzusatz hat praktisch keinen Nährwert und erhöht nachweislich das Risiko von Fettleibigkeit und Stoffwechselkrankheiten“, erklärt Paul der New York Post. Sie empfiehlt den Verbrauchern, Zuckerzusätze vollständig aus der eigenen Ernährung zu streichen. Man könne zugesetzten Zucker durch Vollwertkost wie Obst oder gesündere Zuckerersatzstoffe wie Melasse ersetzen.

Verarbeitete Öle als Tabu im Ernährungsplan

Die Ernährungsberaterin Arika Hoscheit erklärt hingegen verarbeitete Öle zum absoluten Tabu. „Verarbeitete Öle wie Traubenkern-, Soja-, Raps-, Baumwollsamen-, Mais- und Pflanzenöle sind im Allgemeinen schädlich für die menschliche Gesundheit und sollten vermieden werden.“ Das liege daran, dass die Öle bei der Verarbeitung auf extrem hohe Temperaturen erhitzt werden, wodurch sie oxidieren. Bei der Oxidation würden dann freie Radikale entstehen, die den gesamten Körper schaden könnten. Um sich vor diesen Radikalen zu schützen, müsse man viel Obst essen, das reich an Antioxidantien ist, sagt die Expertin gegenüber der amerikanischen Zeitung.

Raffinierte Kohlenhydrate sollten vermieden werden

An letzter Stelle in der Liste der ungesunden Lebensmittel stehen die raffinierten Kohlenhydrate. Dabei handelt es sich um Kohlenhydrate, die in Lebensmitteln wie Weißbrot, Reis und Nudeln, Backwaren oder Pizza enthalten sind. Die Ärztin Lago beschreibt die raffinierten Kohlenhydrate als Lebensmittel, denen durch die Verarbeitung die meisten Nährstoffe entzogen wurden. „Raffinierte Getreideprodukte sind dafür bekannt, dass sie Entzündungen in unserem Körper fördern, sie enthalten in der Regel mehr Zucker und werden auch mit Fettleibigkeit in Verbindung gebracht“, zitiert die New York Post die Expertin Lago.

Als besonders gesund gelten Lebensmittel mit viel Vitamin C: Sie stärken ihr Immunsystem und beugen Krebs vor. (ale)

Auch interessant

Kommentare