Experte: Er ist besonders schön

Traum-Komet: Wie Sie ihn jetzt sehen können

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Der Komet Hale-Bopp (Foto) sorgte 1997 für Begeisterung bei vielen Himmelsguckern. Pan-STARRS ist der erste große Komet, der seitdem bei uns zu sehen ist

München - Der Komet Pan-STARRS ist dieser Tage am Himmel über München und Deutschland zu sehen - ein Experte erklärt, wann und wie. Zudem verrät er, warum der Anblick so außergewöhnlich ist.

Komet Pan-STARRS zieht dieser Tage die Blicke der Astronomen und Hobby-Sternengucker auf sich. Der erst vor zwei Jahren entdeckte Himmelskörper hat am Dienstag, 5. März 2013, die Erde in einer Entfernung von 160 Millionen Kilometern passiert. Sein weiterer Kurs geht in Richtung Merkur und Sonne.

"Es ist ein schöner Komet mit einem netten Schweif", schwärmte Stefan Krause im Vorfeld. Der Experte betreibt neben der Webpage kometen.info auch die Spezialseite komet-panstarrs.de mit Infos zu dem Himmelskörper. Zudem hat er das Buch "Komet Panstarrs - Der geschweifte Frühlingsbote" veröffentlicht.

Komet erst ab nächster Woche leicht zu sehen

Die beste Zeit, um den Kometen zu sehen, sei zwischen dem 13. und dem 20. März, erklärt der Experte.

Die Mondsichel biete bei der Suche eine einfache Orientierung - doch auch mit dem Kompass lässt sich die korrekte Richtung bestimmen: Laut Krause ist der Komet im Westen bis Nordwesten zu finden, und zwar immer etwa ab einer Stunde nach Sonnenuntergang, wenn es dunkel genug ist. "Wenn man ihn einmal gefunden hat, kann man ihn in den folgenden Nächten sehr gut verfolgen." Allerdings sind nun auch noch Wolken ins Spiel gekommen, die den Blick erschweren.

Zuletzt seien große Kometen nur auf der Südhalbkugel zu erblicken gewesen, erklärt Krause. Das ist bei Pan-STARRS anders. "Es ist der erste große Komet seit rund fünfzehn Jahren, der bei uns zu sehen ist."

Beendet ist das Himmelsschauspiel dann am 20. März. "Ab dann leuchtet der Mond so hell, dass es stört", erläutert Krause.  

UFOs? Von wegen! Himmelsphänomene und ihre Ursachen

Wenn in Werner Walters Ufo-Zentrale in Mannheim das Telefon klingelt, kann er manche Himmelsphänomene ganz einfach erklären. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl. © dpa
HALE-BOPP: Er schrieb Geschichte: Hale-Bopp war für mehrere Jahrzehnte einer der hellsten und meist beobachtesten Kometen. Erstmals wurde er am 23. Juli 1995 unabhängig voneinander von Alan Hale und Thomas Bopp in den USA entdeckt. Kometen sind Schweifsterne, die die Sonne auf Bahnen umlaufen und zum Großteil aus kleinen, locker verbundenen Staub- und Mineralienteilchen sowie Eis bestehen. © dpa
Sie können einen Durchmesser bis zu 100 Kilometern haben. Wenn der Komet ins Sonnensystem dringt, entreißt ihm der Sonnenwind Gaspartikel, und der Schweif ensteht. © dpa
POLARLICHTER: Polarlichter sind rote, grüne oder blaue schweifhafte, größflächige Lichterscheinungen, die im Bereich der Pole fast täglich vorkommen. Sie entstehen, wenn Elektronen oder andere geladene Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen und schließlich als ein Strom in Spiralen entlang auf die Erde treffen. © dpa
Mark Vornhusen von Meteomedia: „Für gewöhnlich werden sie durch das Magnetfeld zu den Polen gelenkt. Wenn aber etwa alle 11 Jahre die Sonne ihre stärkste Aktivität hat, gerät das Magnetfeld durcheinander, und die Polarlichter können auch bei uns erscheinen – das ist übrigens in ein, zwei Jahren wieder der Fall.“ © dpa
GLÜHENDE HIMMELSSPINNE: Von der spektakulärsten UFO-Sichtung hat im November 2009 eine Lufthansa-Crew auf der Strecke zwischen Norwegen und Grönland berichtet. Ufologe Walter klärte damals auf, dass in ihrer Sichtweite der russische Spionagesatellit Kosmos 2455 gestartet war. © dpa
Eispartikel im Raketenschweif und die nur sehr niedrige Umlaufbahn von 195 Kilometern sorgten unter spezieller Beleuchtung für diese glühende Himmelsspinne. © dpa
VENUS: Ein leuchtendes rundes Objekt, das für einen Stern viel zu hell leuchtet! Wenn Augenzeugen dieses Phänomen beobachten, sei es oft die Venus, erklärt Wetterexperte Marc Vornhusen: „Ist sie nahe an der Sonne, sieht man sie nicht. In den Abend- oder ganz frühen Morgenstunden aber kann man sie hell leuchtend tief am West- beziehungsweise Ost-Horizont sehen.“ © dpa
Dieses Foto zeigt einen über Singapur © dpa
DIE ISS: Die Internationale Raumstation kreist in 350 Kilometern Höhe alle 90 Minuten um die Erde. © dpa
Wenn die ISS unsere Breiten überfliegt, erscheint laut Ufologe Werner Walter ein gelbliches Licht „etwas größer als ein Scheinwerfer“, das minutenlang von Westen nach Osten zieht. © dpa
DIE HALOS: Ein Halo (vom griechischen „Halo“ für „Mond“ oder „Sonne“) ist ein Lichteffekt, der durch Reflexion und Brechung von Licht an Eiskristallen in Cirrus-Wolken, an fallenden Schneekristallen oder im Eisnebel entsteht. © dpa
Der Effekt kann laut Vornhusen bis zu 30 unterschiedliche Formen haben. © dpa
„Je nach Form der Kristalle, nach dem Winkel, in dem das Licht auf die Kristalle trifft und nach der Windstärke entstehen am Himmels weißliche oder farbige Kreise, Bögen, Säulen oder Flecken.“ © dpa

Seinen Namen hat Pan-STARRS (der auch oft einfach "Panstarrs" geschrieben wird) vom Panoramic Survey Telescope and Rapid Response System auf Hawaii erhalten, das den Kometen vor zwei Jahren zuerst entdeckte.

Im November könnte noch ein weitaus hellerer Komet von der Erde aus zu sehen sein. Der im September 2012 von russischen Forschern entdeckte ISON könnte nach bisherigen Berechnungen heller leuchten als der Mond.

lin

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