Kutscher quält sein Pferd - Polizei muss eingreifen

Rom - Bei glühender Hitze hat ein Kutscher in Rom sechs Touristen in seine Pferdedroschke einsteigen lassen - obwohl nur vier Gäste erlaubt sind. Was dann passierte ist unfassbar.

Als eine Tierschützerin den Vorfall der Polizei meldete, soll der Kutscher die 24-jährige Frau bedroht und mit Kollegen verfolgt haben. Wie die römische Zeitung „La Repubblica“ am Montag berichtete, will die Europäische Tierschutzpartei den Kutscher jetzt wegen Tierquälerei anzeigen.

Der Streit an den antiken Fori Imperiali eskalierte laut Zeitung, als die Carabinieri die sechs Touristen zwangen, aus der Kutsche auszusteigen, und diese daraufhin ihr Geld zurückhaben wollten. Angeblich hatte die Fahrt 600 Euro gekostet. Der Kutscher habe sogar damit gedroht, die Tierschützerin zu lynchen, so der Bericht. Die Stadt kündigte an, in dem Fall aktiv zu werden. Die Tierschutzpartei will mit „Patrouillen“ über das Wohl der Pferde wachen. Diese müssen bei Temperaturen um 35 Grad Kutschen ziehen.

Ob die Touristen ihr Geld zurückbekamen, war unklar. Der Preis von 600 Euro war wahrscheinlich überzogen, es sei denn, es sollte eine sehr lange Kutschfahrt werden.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Streit um die römische Touristenattraktion gegeben, auch die Abschaffung der „Botticelle“ genannten Kutschen stand zur Debatte. Vor einigen Tagen kollabierte ein Kutschpferd auf der Piazza di Spagna in der Gluthitze.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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