Tote und immense Schäden

Lage nach Unwettern in Österreich: "Haben das Schlimmste hinter uns"

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Helfer des Bundesheeres sind im Ennstal in der Steiermark im Einsatz.

Die Aufräumarbeiten nach dem heftigen Regen und den Murenabgängen in Österreich laufen auf Hochtouren. Die Wetterprognose spielt den Helfern auch in Italien nach schweren Tagen in die Hände. Doch der Schaden ist groß. Es gibt mehrere Tote.

Großarltal - Die Lage in den Unwettergebieten von Österreich bessert sich nach einer ruhigen Nacht zum Montag. Das von der Umwelt abgeschnittene Großarltal kann seit 5.00 Uhr früh mit dem Auto auf einer Spur wieder verlassen werden. "Wir haben das Schlimmste hinter uns", sagte Feuerwehrkommandant Josef Promegger. Das bei Urlaubern beliebte Tal im Bundesland Salzburg war besonders stark von Regen, Hagel und Schlammlawinen betroffen.

Auch Italien kämpfte am Wochenende gegen die Wetterkapriolen. Es gab mehrere Todesopfer im Nordosten des Landes. Eine Frau starb, weil Geröllmassen ihr Auto verschütteten. Zwei Männer in Italien und Österreich verloren ihr Leben durch Blitzschläge. Zudem starben in den beiden Ländern zwei Menschen, als auf Campingplätzen wohl Bäume auf ihre Zelte fielen.

In Österreich war die Landstraße aus und in den Touristenort Großarl zuvor durch eine Mure auf einer Länge von zwei Kilometern verschüttet. Viele Reisende, darunter auch Deutsche, saßen im Tal fest. Zwei Notfalllager wurden errichtet.

Sintflutartiger Regen in Österreich - beliebter Ferienort abgeschnitten

Als die Straße aus dem Dorf frühmorgens freigegeben wurde, sei der Andrang sehr groß gewesen. "Es gab richtige Kolonnen", sagte Promegger. Vor allem Pendler wollten ihre Arbeitsstellen pünktlich erreichen. Welchen Schaden das Unwetter tatsächlich angerichtet hat, war zunächst nicht klar. Mehrere Behörden hatten sich für Montag in dem Tal im Pongau angekündigt: Mit Luftaufnahmen soll das ganze Ausmaß festgestellt werden. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sind gut. Es soll nicht weiter regnen.

Pegelstände beginnen langsam zu sinken

Auch die Lage in der Steiermark entspannt sich langsam. Einige Gebiete waren wegen der Verwüstungen zum Katastrophengebiet erklärt worden. Die Pegelstände in den Flüssen und Bächen beginnen nun langsam zu sinken. Soldaten wurden zur Hilfe in das Gebiet geschickt. Die Regierungsspitze sprach Mittel aus dem Katastrophenfonds zu.

Österreichs Nachbarland blieb ebenfalls nicht verschont: Nach der großen Hitze spielt das Wetter in Italien verrückt. Während sich der Süden zum Wochenstart immer noch auf hohe Temperaturen, Trockenheit und Waldbrände einstellen muss, sind die Einsatzkräfte im Norden nach schweren Unwettern mit Aufräumen beschäftigt. Im Nordosten hatten die Unwetter am schlimmsten gewütet, mehrere Menschen starben.

Ein Erdrutsch hatte am Wochenende 80 Menschen von der Außenwelt abgeschlossen. Sie hatten sich in der Lombardei in einer Hütte im Tal Predarossa aufgehalten. Die Bergrettung sprach allgemein von mehreren Opfern und rief die Menschen auf, die Unwetterwarnungen ernst zu nehmen. Über die Höhe der Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Am Montag beruhigte sich die Lage wieder. Es gab zunächst keine Warnungen.

dpa

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