Land NRW verschlampt Renoir-Bild: Millionenklage

Dortmund/Essen - Ein verschwundenes Renoir-Bild beschäftigt ab nächsten Freitag das Landgericht Dortmund. Ein Kunstsammler hat Klage gegen das Land Nordrhein-Westfalen eingereicht.

Es geht um 32 Millionen Euro Schadensersatz. Das einst beschlagnahmte Kunstwerk soll ausgerechnet aus der Asservatenkammer der Essener Staatsanwaltschaft abhanden gekommen sein. Deshalb muss nach Meinung des Klägers das Land dafür aufkommen. Gerichtssprecher Martin Brandt bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag die Klage.

Medienberichten zufolge war das Bild des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir (1841-1919), das angeblich ein Mädchen mit Orange zeigt, bereits vor Jahren bei Ermittlungen in der Kunst-Szene sichergestellt worden. Dazu gab es allerdings am Sonntag noch keine weiteren gesicherten Informationen. Unstrittig ist nach Angaben Brandts allerdings, dass das Kunstwerk nun unauffindbar ist.

In der Verhandlung am Freitag wird es zunächst um die Echtheit des Gemäldes gehen. Handelt es sich um ein Renoir-Original oder um einen Druck? Dazu wird eine Sachverständige angehört, die ihr Gutachten aber lediglich auf Fotos stützen kann. Unklar ist zudem, ob das Gemälde, das auf den Fotos zu sehen ist, überhaupt von Renoir stammt.

dpa

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