Die diesjährige Unicef-Spendenaktion endet

Lassen Sie die Kinder bitte nicht im Stich!

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Dorit Caspary mit Flüchtlingskindern im irakischen Flüchtlingslager.

Wir haben täglich über die Flüchtlingskinder im Irak und in Syrien berichtet. Ohne die Unterstützung von drei besonderen Menschen wäre das nicht möglich gewesen. Heute geht es um sie.

Seit dem ersten Adventswochenende haben wir täglich über die Flüchtlingskinder im Irak und in Syrien berichtet, die gerade jetzt im bitterkalten Winter so dringend unsere Hilfe brauchen. Wir haben Ihnen Geschichten von Menschen erzählt, die nahezu unerträgliches Leid erfahren haben.

Wir haben versucht zu zeigen, wie das Leben auf der Flucht aussieht und was Unicef tut, um den Kindern zu helfen, die jede Nacht weinen und jeden Tag frieren.

Wir haben Ihnen auch Menschen vorgestellt, die Tag für Tag ihr Leben riskieren, um den unschuldigen Terroropfern des IS zu helfen. Ohne diese Menschen hätten wir nicht selbst nach Kurdistan reisen können. Und ohne die Unterstützung eines wunderbaren Dolmetschers, eines einfühlsamen Fotografen und einer ganz besonderen Unicef-Vertreterin.

Unsere Spendenaktion geht heute nicht zu Ende, unsere Spendenkonten sind auch weiterhin geöffnet. Sie werden auch in den kommenden Wochen erfahren, wie es beispielsweise den Kindern wie Helen von unserem Plakat in den Bauruinen geht. Und wir werden Ihnen ab morgen ein ganz besonderes Unicef-Projekt hier in München vorstellen.

Öffnen Sie bitte weiter Ihr Herz und helfen Sie den Flüchtlingskindern!

Mohameds wichtige Worte 

Am Anfang wusste Mohamed nicht, wie lange er den Job wohl durchhalten würde. Jeden Tag hört er sich Schicksale von Flüchtlingskindern an. Von Familien, die mitansehen mussten, wie IS-Terroristen ihre Töchter an den Haaren aus einem Auto zogen, um sie zu vergewaltigen. Von Männern, die daneben stehen mussten, als ihre Brüder enthauptet wurden. Von Kindern, die zuschauen mussten, wie ihre Eltern erschossen wurden.

Mohamed (24) dokumentiert jede einzelne Geschichte, hakt nach, prüft nach und schreibt die Fakten für Unicef auf. Denn nur, wenn es konkrete und bewiesene Fälle gibt, die die grausamen Menschenrechtsverletzungen durch den IS belegen, können die Greueltaten auch vor dem Internationalen Gerichtshof angeklagt und verhandelt werden. „Es gibt tausend unterschiedliche Geschichten, die mir die Kinder und ihre Eltern erzählen. Ich konnte mir früher nicht vorstellen, zu was Menschen fähig sein können“, erzählt der 24-Jährige. Und fragt: „Welches Herz muss man haben, dass man Familien wie Vieh abschlachtet?“

Dolmetscher Mohamed mit einem Kind.

Mohamed weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn man die Heimat verlassen muss. Seine Familie stammt aus der Universitätsstadt Dohuk im nördlichen Kurdistan, seine leibliche Mutter starb, als Mohamed zwei Jahre alt war. Anfang der 1990er-Jahre flüchtete der Vater mit seiner neuen Frau und den Kindern selbst aus der Heimat nach Deutschland. Zehn Jahre verbrachte Mohamed in Aachen und Düren. 2004 zog es die Familie zurück nach Dohuk. Doch da fühlte sich der damals Jugendliche nicht mehr zu Hause. Auf eigene Faust ging’s wieder nach Deutschland zurück. Nach einem schweren Autounfall wusste er: „Mein Leben muss ich in meiner Heimat leben.“ Das tut Mohamed, der perfekt Deutsch spricht, nun seit fast drei Jahren.

Auf unserer Reise war der 24-Jährige ein wertvoller Begleiter. Nicht nur als Dolmetscher. Die Kinder vertrauen ihm, suchen seine Nähe. Sie spüren, dass es Mohamed gut mit ihnen meint, mit ihnen fühlt, und sie erzählen ihm offen ihre Geschichten. Viele dieser Schicksale hätten Sie, liebe Leser, ohne Mohamed sicher nicht in der tz lesen können.

Voller Einsatz von ganzem Herzen

Wissen Sie, wie man aus alten Plastikflaschen einen Fußball macht? Die Kinder im Flüchtlingslager Khanke wussten es nicht. Jetzt schon. Denn Claudia Graus, stellvertretende Vorstandvorsitzende des Deutschen Komitees für Unicef, hat es den Kindern gezeigt.

Claudia Graus (hinten Mitte) mit Mitarbeitern und Kindern.

Egal, welches Projektland die tz für ihre Spendenaktion aussucht – die Münchnerin ist dabei. Mit Herz und immer auf eigene Kosten. Egal ob Afrika oder Asien, Kriegs- oder Krisengebiet, unsere größte Unterstützerin beeindruckt das wenig. Ihr geht es um die Kinder. Und wie. Sprechen die Kleinen kein Englisch, geht’s mit Händen und Füßen oder in Deutsch, was den Kindern riesigen Spaß macht. Claudia Graus beschäftigt offizielle Verwaltungsvertreter, damit alle anderen ungestört arbeiten können. Und sie bringt ihre Erfahrungen mit in ihre ehrenamtliche Arbeit in Deutschland ein. Damit die tz auch in Zukunft noch die notleidenden Kinder gemeinsam mit Ihnen, liebe Leser, unterstützen kann.

Durch Ammars Linse sehen wir die Schicksale

Fotograf Ammar mit seiner Kamera im Flüchtlingslager.

Den Namen Ammar Asmaro haben Sie in den vergangenen Wochen jeden Tag auf unserer Unicef-Seite gefunden. Mal unter einem eindrucksvollen Porträt eines Kindes, mal unter einer Serie von Bildern aus den Bauruinen. Ammar (22) ist gerade mit seinem Studium fertig geworden und macht sein Hobby, das Fotografieren, immer häufiger zum Beruf. Für eine Tageszeitung war er für die Aktion Helft uns Terroropfern das erste Mal unterwegs. Wir finden die Premiere ist mehr als gelungen. Denn Ammar hat nicht nur dokumentiert, sondern Stimmungen eingefangen.

Der junge Kurde ist selbst ein Flüchtlingskind. Seine Geschwister leben zum Teil im Ausland. Ammar ist Christ. Ein gefährlicher Glaube im Irak. Als Ammar noch zur Schule ging, wurde sein Vater von Terroristen gekidnappt. Er wollte seinen Sohn vom Unterricht abholen. Ammar hatte noch kurz vorher mit ihm telefoniert, in weniger als fünf Minuten sollte der Vater da sein. Doch als Ammar aus der Schule kam, stand nur das leere Auto mit offener Türe auf der Straße. Der Vater war weg. Die Terroristen wollten Lösegeld. Viel Lösegeld, weil sie dachten, wenn man Verwandtschaft im Ausland hat, dann muss man reich sind. Das ist Ammars Familie aber nicht. 250 000 Euro – eine utopische Summe für die Asmaros. Sie kratzten einen kleinen Teil des Geldes zusammen und handelten aus, dass der große Rest kommen würde, wenn der Vater frei ist. Zur zweiten Geldübergabe kam es nicht mehr. Die Familie floh direkt nach der Freilassung des Vaters nach Dohuk. „Ich will nicht mein Leben lang Angst haben und auf der Flucht sein, immer wieder mit gepackten Koffern und Pässen in der Hand leben, um jederzeit abhauen zu können“, sagt Ammar.

Sein großer Traum: in England oder Deutschland zu studieren. Der 22-Jährige intressiert sich für andere Kulturen, will lernen und Neues entdecken. Und er würde eben einfach gerne als Christ in Sicherheit leben und eine Familie gründen.

Ihre Spende

Mit Ihrer Spende – und sei sie auch noch so klein – unterstützen Sie die tz-Weihnachtsaktion Helft uns Terroropfern. Der Erlös geht an die Kinder, die durch den Krieg des IS in Syrien und im Irak alles verloren haben. Gemeinsam mit Unicef werden wir zum Beispiel Winterpakete mit Jacken und Schuhen bereitstellen, Hygieneboxen in die Flüchtlingsunterkünfte im Nordirak bringen. Vielleicht schaffen wir es, eine Schule zu finanzieren. Für die Kinder wäre das ein kleines Stück Normalität in ihrer zerstörten Welt.

Die Spendenkonten

Commerzbank:

IBAN: DE78 7008 00000326 900000 BIC: DRESDEFF700

Stadtsparkasse München

IBAN: DE70 7015 00000000 263525

BIC: SSKMDEMM

Sie möchten per Überweisung spenden? 

Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung das Stichwort Terroropfer an. Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von Unicef automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie im Feld „Verwendungszweck“ unbedingt Namen und Adresse an. Empfänger ist Unicef.

Sie möchten online bei Unicef spenden? 

Unter www.tz.de/unicef finden Sie den direkten Zugang zu unseren Spendenkonten.

Sie möchten per Telefon spenden?

Mit einem Anruf unter der Nummer 089/44 33 34 44 spenden Sie ganz einfach einmalig zehn Euro, die von Ihrer Telefonrechnung abgebucht werden. Bei einer Telefonspende gilt der Abbuchungsbeleg als Spendenbescheinigung.

Sie möchten den BMW 218i gewinnen?

Wichtig: Bitte notieren Sie Namen und Adresse auf dem Überweisungsträger, auf Ihrer Online-Überweisung, oder geben Sie diese Daten bei Ihrem Spendenanruf an. Damit wir Sie erreichen können, falls das Los auf Sie fällt. Den Gewinner unseres Unicef-BMW Active Tourer ziehen wir nach Abschluss unserer Spendenaktion im Februar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ein Versprechen

Zum Schluss noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit über 25 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt.

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