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Jüngstes Opfer nach tagelanger Suche gefunden - tot

Lawinen-Drama in Österreich: Polizei findet Leiche des vierten Deutschen in Lech

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Nach dem Lawinen-Drama in Lech (Österreich) wurde nun auch das vierte Lawinen-Opfer gefunden (Symbolfoto).

Drama in Lech am Arlberg (Österreich): Vier Deutsche sind durch eine Lawine getötet worden. Einen der Männer fand die Polizei erst vier Tage nach dem Unglück.

  • Vier Skifahrer aus Oberschwaben sind am Samstag (12. Januar) von einer Lawine in Lech am Arlberg (Österreich) mitgerissen worden.
  • Die Rettungsmannschaft konnte alle Männer (57, 36, 32 und 28 Jahre) nur noch tot bergen.
  • Erst vier Tage nach dem Unglück konnte das jüngste Opfer (28) geborgen werden - der Mann war am Mittwoch leblos unter einer Schneedecke von 2,5 Metern Tiefe entdeckt worden
  • Video: Was bedeuten die fünf Lawinen-Warnstufen

Lawinen-Drama in Österreich/Lech: Leiche des vierten Deutschen gefunden

Update vom 16. Januar 16.44 Uhr : Vier Tage nach einem Lawinenabgang im österreichischen Lech ist nach Angaben von AFP die Leiche des vierten bislang vermissten deutschen Ski-Wanderers gefunden worden. Im Zuge einer großangelegten Suchaktion sei der 28-Jährige tot in einer Tiefe von 2,50 Meter entdeckt worden, teilte die Landespolizeidirektion Vorarlberg am Mittwoch mit. Die Leichen der anderen drei Männer waren bereits unmittelbar nach dem Unglück vom Samstag geborgen worden.

Auch bei einer Schlammlawine in Brasilien gibt es noch viele Vermisste.

Lawinen-Opfer in Lech waren gut ausgebildete Skilehrer

Update vom 15. Januar 2019, 16.45 Uhr: Das schwere Lawinen-Unglück vom Samstag schockiert die Heimatgemeinde der Lawinen-Opfer, wie die Schwäbische Zeitung berichtet. Die befreundeten Männer stammen aus dem Raum Biberach in Baden-Württemberg. Drei der vier Männer waren demnach erfahrene Skilehrer der Turngemeinde (TG) Biberach. Einer der Toten sei Vorstandsmitglied der Volksbank Allgäu-Oberschwaben (Leutkirch).

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„Ich bin geschockt und betroffen, und so geht es dem ganzen Verein“, sagte TG-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Beer der Schwäbischen Zeitung. Auch der noch vermisste 28-Jährige sei ein seit Jahren sehr gut ausgebildeter und hervorragender Skifahrer gewesen. Die Situation sei für den Verein derzeit unheimlich schwierig.

Lawinen-Drama in Lech: Hubschrauber suchen nach vermissten Skifahrer

Update vom 15. Januar 2019, 16.24 Uhr: Beim Überfliegen des Unglücksorts mit dem Hubschrauber wurde bislang kein Signal empfangen. Die Suchen nach dem vierten Lawinen-Opfer in Lech ist bislang erfolglos verlaufen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der vermisste 28-Jährige hatte wie seine drei Freunde ein Lawinensuchgerät dabei.  

Update vom 15. Januar 2019, 13.32 Uhr: Hubschrauber suchen in Lech am Arlberg (Österreich) nach dem vermissten 28-Jährigen Skifahrer. 

Zur Sicherung der Rettungseinsätze in Lech am Arlberg wurde von der Luftfahrtbehörde "Austro Control" der Luftraum in einem Umkreis von drei Meilen und bis rund 4000 Meter Seehöhe für alle Luftfahrzeuge, Drohnen, Modellflugzeuge gesperrt, wie die Österreichische Polizei mitteilt. Bis Mittwoch, 19 Uhr gilt demnach das Flugverbot. Flüge von Polizei, Bundesheer und Rettung sind allerdings davon ausgenommen, heißt es.

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Erste Erkundungsflüge zum Kegel der Lawine sind am Vormittag gestartet, berichtet ORF.at. Demnach wird versucht, den Verschütteten vom Hubschrauber aus zu orten. 

Lawinensprengungen finden derzeit im Minutentakt statt, berichtet BR-Reporter Markus Rosch via Twitter.

Lawinen-Drama in Lech: Warum hat niemand den Lawinenabgang bemerkt?

Update vom 14. Januar 2019, 16.45 Uhr: Das schwere Lawinenunglück in Lech am Arlberg wirft Fragen auf. Trotz Lawinen-Airbag und Notfallausrüstung endete eine Skitour tödlich.

Bergretter und Liftbetreiber hatten von dem Lawinenabgang, wie die Schwäbische Zeitung (SZ) berichtet, nichts mitbekommen. Erst als die Ehefrau eines Skifahrers am Samstagabend gegen 19.50 Uhr ihren Mann als vermisst meldete, machten sich die Retter auf den Suche nach den Verschütteten. 

„Es war einfach sehr weit abseits. Deswegen hat wahrscheinlich niemand den Lawinenabgang gesehen und bemerkt“, erklärte Christoph Pfefferkorn, Vorstand der Rüfikopfbahn im Skigebiet Lech-Zürs am Arlberg der Schwäbischen Zeitung. Pfefferkorn und seine Kollegen vermuten demnach, dass die Lawine bereits gegen 16 Uhr abgegangen war und die Skigruppe verschüttete.

Die vier Männer im Alter von 28, 32, 36 und 57 Jahren waren nach derzeitigen Erkenntnissen auf der Skiroute „Langer Zug“ am Rüfikopf unterwegs, hatten diese dann aber verlassen und sich weiter ins freie Gelände gewagt. Pfefferkorn, der selbst an dem Rettungseinsatz beteiligt war, schilderte der Zeitung die Situation. Per Handy-Ortung hätten die Vermissten ausgemacht werden können. 

Lawinen-Drama in Lech: Darum war die Bergung nach den verschütteten Skifahrer so gefährlich

Mit Pistenraupen und auf Tourenskiern hätten sich die Bergretter und Betreiber der Lifte auf die Suche gemacht, ist bei der SZ online zu lesen. Ein Helikopter-Einsatz sei wegen der Dunkelheit und der Wetterverhältnisse unmöglich gewesen. Die Pistenraupen seien zudem schnell an ihre Grenzen gestoßen. Der Weg zur Unglücksstelle war seit Tagen nicht präpariert worden. Im Skigebiet Lech-Zürs herrschte heftiger Schneefall und Lawinengefahr.

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Drei der vier vermissten Skifahrer haben die Bergretter anhand des Signals ihres Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS-Gerät) orten können. Gegen 1.30 Uhr wurde die Suche nach dem vierten Vermissten abgebrochen. Die Lage sei für die Retter zu gefährlich geworden.   

Nach Lawinenunglück in Lech am Arlberg: Suche nach Vermissten erneut eingestellt

Update vom 14. Januar 2019, 11.34 Uhr: Vier Skifahrer aus dem Raum Biberach (Baden-Württemberg) sind am Samstag am Arlberg in Lech (Österreich) in eine Lawine geraten. Drei Männer im Alter von 57,36 und 32 Jahren konnten am späten Abend nur noch tot geborgen werden. Ein 28-Jähriger wird noch vermisst.

Starker Schneefall und eine hohe Lawinengefahr macht die Suche auch am Montag für die Rettungskräfte zu gefährlich, berichtet die Schwäbische.de. Schon am Sonntag war die Wetterlage für eine Suche kritisch.

Aktuell ist die Strassen- und Schienenverbindung von und nach St. Anton am Arlberg unterbrochen und viele Straßen sind gesperrt, wie auf der Webseite St. Anton Arlberg zu erfahren ist. Die Lawinenwarnstufe ist aktuell auf fünf hochgestuft worden.

Update vom 14. Januar 2019, 6.44 Uhr: Nach dem Abgang einer Lawine in Lech am Arlberg in Österreich, wird die Suche nach einem vermissten Skifahrer weiterhin durch extreme Witterungsbedingungen erschwert. Die Orte Lech und Zürs sind wegen einer Sperrung der Zufahrtsstraßen nicht mehr erreichbar. Das teilen die Gemeinden im Internet mit. Damit ist der Skiort Lech derzeit von der Außenwelt abgeschnitten. 

Das Wetter wird auch weiterhin Einfluss auf die Suche nach dem vermissten Skifahrer haben. „Es ist zuerst einmal abzuwarten, wie sich das Wetter entwickelt“, sagte Manfred Meusburger, Chef der örtlichen Bergrettung, zu Bild. Dann würde über das weitere Vorgehen entschieden. Doch das könne „auch noch ein paar Tage dauern“.

Video: Drei Deutsche sterben bei Lawinenabgang in Österreich

Lawinenunglück in Lech am Arlberg: Verunglückte Skifahrer stammen aus Biberach

20.21 Uhr: Nach Informationen der „Schwäbischen Zeitung“ soll unter den Opfern ein Vorstandsmitglied der Volksbank Allgäu-Oberschwaben mit Sitz in Leutkirch sein. Dies habe dessen Vorstandskollege der Zeitung bestätigt. Zu der Gruppe gehörten den Angaben zufolge auch Mitglieder der Turngemeinde Biberach, alle seien versierte Skifahrer gewesen.

19.24 Uhr: Wurde den Verunglückten ein „perfekter Skitag“ zum Verhängnis? BR24-Redaktionsleiter Wolfgang Vichtl schildert die Situation, als das Unglück geschah: „Hier redeten gestern alle von von einer perfekten "Winterwunderwelt". Als gestern gegen 14 Uhr die Sonne herauskam, sind viele juchzend die Pisten heruntergewedelt, auch weil der Schnee ziemlich perfekt war. Fast alle gesicherten Pisten waren offen. Aber man sah eben auch immer wieder Freerider und Snowboarder rechts oder links abseits der Piste wegfahren, die sich nicht an die Regeln hielten - und Kopfschütteln bei den meisten anderen Skifahrern auslösten“, so Vichtl. „Abseits der Pisten gibt es eine bei schönem Wetter gut befahrbare Skiroute, die auch präpariert wird, den "Langen Zug", erschlossen auch von einem Ziehlift - an schönen Tagen. Dort waren die Variantenfahrer gestern offenbar unterwegs, trotz Sperre.“

Heftiger Schneefall erschwert Vermisstensuche nach Lawinenunglück in Lech

Update vom 13. Januar 2019, 13 Uhr: Nach einem Lawinenabgang in Lech am Arlberg (Österreich) mit mindestens drei Toten ist die Suche nach einem 28-jährigen Vermissten vorerst eingestellt worden.

Aufgrund des heftigen Schneefalls wäre es für die Rettungskräfte viel zu gefährlich, sagte Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel am Sonntagmittag gegenüber der dpa. Es sei auch kein Zeitfenster mit besserem Wetter absehbar.

Die vierköpfige Gruppe aus dem schwäbischen Biberach (Baden-Württemberg) war am Samstag für eine Skitour nach Lech gereist. In eigentlich gesperrtem Gelände wurden die vier Freunde von einer Lawine erfasst und verschüttet.

Lech am Arlberg: Drei Deutsche durch Lawine in Österreich getötet - Mann vermisst

Erstmeldung vom Sonntag, 13. Januar 2019

Lech - Wie die Behörden am Sonntag berichteten, sind drei Skifahrer aus Deutschland im österreichischen Lech in einer Lawine ums Leben gekommen, ein Mann der vierköpfigen Gruppe wird noch vermisst. 

Lawine in Lech: Gruppe war auf gesperrter Skiroute unterwegs

Die vier befreundeten Skifahrer waren am Samstag den Angaben zufolge auf einer gesperrten Skiroute unterwegs. 

Am Abend gegen 19.50 Uhr wurden die vier Männer von der Ehefrau eines Skifahrers als vermisst gemeldet. Mittels Handyortung konnte die Gruppe im Bereich "Langer Zug", nördlich der Rüfikopfseilbahn, lokalisiert werden, berichtet die Polizei. 

Die Retter fanden die Leichen der drei Männer aus Oberschwaben im Alter von 32, 36 und 57 Jahren gegen 23 Uhr. Der noch vermisste Person ist 28 Jahre alt und ebenfalls aus Süddeutschland. Die Suche nach der vierten Person musste wegen des starken Schneefalls und großer Lawinengefahr vorerst eingestellt werden.

Lawinen-Unglück in Österreich: Wintersportler hatten keine Chance

Die Wintersportler hatten die gesamte Notfallausrüstung dabei, berichtet die Polizei. Trotz ausgelöstem Lawinen-Airbag wurden die Männer demnach verschüttet. Sie erlitten Mehrfachverletzungen und wiesen Erstickungsmerkmale auf.

Die Einsatzkräfte vermuten, wie es zu dem Lawinen-Unglück kommen konnte: „Die Skigruppe dürfte in die gesperrte Skiroute "Langer Zug" eingefahren, vermutet von einer Lawine mitgerissen und verschüttet worden sein“ ist in der Pressemitteilung zu lesen.

Am Samstag herrschte in Lech oberhalb von 2.000 Meter Seehöhe Lawinenwarnstufe 3 mit steigender Tendenz für Sonntag (13.12.2019).

Räumfahrzeug stürzte in Isar: Tiefe Trauer um Schneepflugfahrer Hans K. (48)

Der dramatische Unfalltod von Hans K. hat weit über das Isartal große Bestürzung ausgelöst. Der 48-Jährige aus Schlegldorf (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) starb am Freitag unter tragischen Umständen, berichtet Merkur.de*.

Südbayern und Österreich leidet weiter unter den Schneemassen

Seit einer Woche sorgt starker Schneefall für extreme Winterverhältnisse in Oberbayern. In den Alpenregionen ist in der Nacht auf Sonntag weiter Neuschnee gefallen. Informationen zur aktuellen Lage in Bayern finden Sie im Wetter-Ticker bei Merkur.de*.

Video: Lawinengefahr - das bedeuten die fünf Warnstufen

dpa/ml

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redakionsnetzwerkes


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