Prozess

„Lebensprognosen“: Millionenbetrug im Internet

Frankfurt/Main - Er hat angeblich kostenlose „Lebensprognosen“ im Internet angeboten, nun steht er vor Gericht: Ein 31-Jähriger soll so zwei Millionen eingenommen haben.

Vor dem Landgericht Frankfurt geht es seit Mittwoch um Betrugsfälle in Millionenhöhe mit zweifelhaften „Lebensprognosen“ im Internet. Angeklagt ist ein 31 Jahre alter Mann, der laut Staatsanwaltschaft eine Webseite entwickelt hat, auf der Interessierten angeblich kostenlose „Lebensprognosen“ angeboten wurden. Nachdem Nutzer die Seite angeklickt hatten, erhielten sie jedoch Rechnungen über jeweils 59 Euro. In rund 25.000 Fällen wurden insgesamt rund zwei Millionen Euro auf die angegebenen Konten überwiesen.

31-Jähriger wurde in den USA festgenommen

Andere Tatbeteiligte wurden vom Landgericht bereits zu Bewährungsstrafen von bis zu 22 Monaten verurteilt. Der 31-Jährige war während dieses Strafverfahrens im Ausland und konnte erst im Juni dieses Jahres in den USA festgenommen und im Herbst ausgeliefert werden.

Am ersten Verhandlungstag am Mittwoch stellte der Verteidiger des Mannes gleich drei Befangenheitsanträge. Seinem Mandanten sei unter anderem die Anklageschrift nicht ordnungsgemäß zugestellt worden. Wegen der Anträge konnte die Anklageschrift zunächst noch nicht verlesen werden. Es wird mit einem umfangreichen Prozess gerechnet. Die 17 bislang dafür vorgesehenen Verhandlungstage reichen bis in den Mai kommenden Jahres.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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