Im ostfriesischen Leer

Junge Frau von drei Männern brutal vergewaltigt: Gerichtsurteil löst Empörung aus - nun folgt die Wende

Im ostfriesischen Leer kam es zu einer brutalen Tat.
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Im ostfriesischen Leer kam es zu einer brutalen Tat.

Im ostfriesischen Leer sollen drei Männer kürzlich eine junge Frau brutal vergewaltigt haben. Trotz der schweren Vorwürfe kamen sie wieder frei - bis jetzt.

Leer - In der niedersächsischen Kleinstadt Leer soll sich vor kurzem eine grausame Tat abgespielt haben. In einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Südstadt wurde demnach eine 18-Jährige von drei Männer im Alter von 18 bis 21 Jahren brutal geschlagen und mehrfach vergewaltigt. Die Tatverdächtigen sollen sich laut Bild.de zu dieser „Spontantat“ verabredet und dann die Frau in eine Wohnung gelockt haben.

Die Männer wurden kurz nach der Tat von der Polizei abgeführt und festgenommen. Doch dann der Schock: Der Haftrichter ließ die drei Tatverdächtigen unter Auflagen wieder auf freien Fuß und ordnete keine Untersuchungshaft an. Wie Bild.de berichtet, wird diese Entscheidung mit einem Mangel an Fluchtgefahr begründet. Die jungen Männer leben scheinbar alle noch bei ihren Eltern in eben der Wohnsiedlung, in der auch die Tat geschah. Zudem müssen sie sich mehrfach bei der Polizei melden und dürfen sich der jungen Frau nicht nähern. Halten sich die Männer nicht an diese Vorgaben, würde das sofortige Untersuchungshaft zur Folge haben.

Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in Leer: Verdächtige nun doch in Untersuchungshaft

Doch diese Auflagen und die Tatsache, dass die Männer trotz der schwerwiegenden Vorwürfe auf freiem Fuß sind, löste große Empörung aus. Auch die zuständige Staatsanwaltschaft reichte beim Haftrichter Beschwerde ein. Die Staatsanwaltschaft Aurich sowie die Polizei teilten nun mit, dass die drei Verdächtigen nun doch in Untersuchungshaft müssten. Die zuvor außer Vollzug gesetzte Anordnung wurde entgegen der ursprünglichen Entscheidung des Haftrichters wieder in Vollzug gesetzt.

Der jungen Frau selbst geht es laut Berichten von Bild.de denkbar schlecht. Durch die Brutalität der Tat sei sie sowohl psychisch als auch physisch in keinen guten Zustand. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem besonders schweren Fall der Vergewaltigung, zu der Körperverletzung erschwerend hinzukommt. Der Staatsanwalt geht von einer Haftstrafe zwischen zwei und 15 Jahren aus.

Erst vor wenigen Wochen gründete eine Münchnerin eine Selbsthilfegruppe für Opfer von sexualisierter Gewalt, um eben solchen Menschen zu helfen und das Thema zu enttabuisieren. Zum Weltfrauentag wurde eine Statistik veröffentlicht, die die Häufigkeit von Gewalttaten an Frauen untersucht.

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